Österreichische Bundesbahnen


Die staatlichen Österreichischen Bundesbahnen (kurz ÖBB bzw. ÖBB-Konzern; vor 1938 abgekürzt BBÖ) sind die größte Eisenbahngesellschaft Österreichs.

Die schrittweise Verstaatlichung des Bahnnetzes der österreichischen Reichshälfte Österreich-Ungarns begann 1882, wobei die k.k. österreichischen Staatsbahnen (kkStB) entstanden. 1896 bis 1918 unterstanden sie dem k.k. Eisenbahnministerium.

Mit dem Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie Anfang November 1918 hörten die k.k. österreichischen Staatsbahnen auf zu bestehen. Die jeweiligen Teile des Schienennetzes und der Fahrzeuge fielen an die neuen Staaten Tschechoslowakei, Deutschösterreich, Staat der Serben, Kroaten und Slowenen und Polen sowie an Italien, das Triest, das Isonzotal, Istrien, Südtirol, und Rumänien, das die Bukowina annektierte.

Die Staatsbahnen Österreichs firmierten nun als Deutschösterreichische Staatsbahnen (DÖStB), vom 21. November 1919 an als Österreichische Staatsbahnen (ÖStB). Nach dem Inkrafttreten der neuen Bundesverfassung wurden sie mit 1. April 1921 in Österreichische Bundesbahnen umbenannt.[3] Sie blieben aber vorerst als Teil des Staatsamtes für Verkehrswesen, ab 10. November 1920 des Bundesministeriums für Verkehr, in unmittelbarer Staatsverwaltung.

Am 19. Juli 1923 beschloss der Nationalrat auf Vorschlag der Bundesregierung Seipel II das Bundesbahngesetz, mit dem ein eigener Wirtschaftskörper Österreichische Bundesbahnen als Unternehmung gebildet wurde.[4] Es handelte sich um eine juristische Person des öffentlichen Rechts, nicht etwa um eine Aktiengesellschaft oder eine GmbH. Die Bundesregierung erließ am gleichen Tag per Verordnung das Statut für die Österreichischen Bundesbahnen und setzte das 1896 für die staatliche Eisenbahnverwaltung erlassene Organisationsstatut außer Kraft.[5]

Die Bundesbahnen konnten in der Zwischenkriegszeit die Abkürzung ÖBB nicht verwenden, da diese schon von der schweizerischen Oensingen-Balsthal-Bahn besetzt war. Es wurde daher die Abkürzung BBÖ verwendet; auf den Fahrzeugen wurde der Unternehmungsname als Bundesbahnen Österreich aufgemalt.


Der Sitz der ÖBB Holding AG – Am Hauptbahnhof 2, 1100 Wien
Restaurierte Schmalspur-Elektrolokomotive 1099.06 der Mariazellerbahn mit historischem Flügelrad der ÖBB (2018)
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Der Pflatsch – das Logo der ÖBB von 1974 bis 2004
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Logo „150 Jahre Eisenbahn in Österreich“, 1987
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Logo der ÖBB von 1998 bis 2004, eine Kombination aus Pflatsch und Wortmarke (meist bei Drucksachen verwendet)
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ÖBB-Wortmarke, seit 2004.
Proteststicker gegen die Neustrukturierung der ÖBB 2004
Konzern-Organisation der ÖBB (2005–2009)
ÖBB-Konzernorganigramm, Stand: 30. August 2017
Carl Ritter von Ghega
Christian Kern (2012)
Anzahl der Personenzüge am Netz der ÖBB-Infrastruktur (2015)
Ein Railjet der ÖBB („Spirit of Salzburg“) in Graz Ostbahnhof-Messe (2008)
Ein ICE der ÖBB auf der Trisannabrücke (2007)
Ein ÖBB-EuroCity auf der Semmeringbahn (2006)
Ein mittlerweile ausgemusterter Steuerwagen der Reihe ÖBB 6010 am Salzburger Hauptbahnhof (Mai 2003)
Zwei ÖBB 5022 als RegionalExpress nach Szentgotthárd in Graz Don Bosco (2017)
Zug der Linie S2 der Wiener Schnellbahn (S-Bahn) nach Wolkersdorf bestehend aus zwei 4020-Triebzügen in Atzgersdorf-Mauer (2016).
Schotterwagen der ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft am Bahnhof Krems an der Donau vom Parkhaus gesehen (2017)
Der modernisierte Hauptbahnhof Graz
Der modernisierte Bahnhof Krems an der Donau
Beispiel einer zweisprachigen Ansage eines Fernzugs der ÖBB, gesprochen von Chris Lohner