Österreichische Akademie der Wissenschaften


Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist eine Gelehrtengesellschaft und die größte[4] Trägerin außeruniversitärer Grundlagenforschung in Österreich. Nach Vorbildern wie der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Royal Society 1847 als Kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien gegründet, ist sie heute eine mit einem jährlichen Basisbudget von rund 100 Mio. Euro[5] ausgestattete, größtenteils staatlich finanzierte Einrichtung mit über 770 gewählten Mitgliedern, rund 1800 Mitarbeitern und 25 Forschungseinrichtungen in Wien, Graz, Linz, Innsbruck und Leoben.[6]

Die oberste Aufgabe ist die Förderung der Wissenschaften. Neben der wissenschaftlich fundierten Gesellschafts- und Politikberatung und der Grundlagenforschung ist sie in der Förderung exzellenter Nachwuchswissenschaftler aktiv. Im Zuge internationaler Rahmenprogramme und Kooperationen unterhält die ÖAW ferner ein globales Forschungsnetzwerk.

Der offizielle Hauptsitz ist die Neue Aula am Dr.-Ignaz-Seipel-Platz , benutzt wird darüber hinaus der größte Teil der Alten Universität (insbesondere das Jesuitenkolleg und die Alte Aula). Seit 2020 gehört auch das Postsparkassengebäude teilweise zu den von der Akademie benutzen Räumlichkeiten. Alle diese Gebäude werden zusammenfassend Campus Akademie genannt,[7] 2022 wurde zudem der Arkadenhof der Alten Universität für die Öffentlichkeit freigegeben.

Die Akademie ist eine juristische Person des öffentlichen Rechts unter besonderem Schutz des Bundes mit der Zielsetzung, die Wissenschaft auf allen Gebieten, besonders im Bereich der Grundlagenforschung, in jeder Hinsicht zu fördern. Gesetzliche Grundlage der ÖAW ist dabei das „Bundesgesetz vom 14. Oktober 1921, betreffend die Akademie der Wissenschaften in Wien“. Die Aufgaben der Akademie werden darin wie folgt beschrieben: „Ihre Aufgabe ist es, die Wissenschaft in jeder Hinsicht zu fördern; sie hat bei Erfüllung ihrer Aufgabe den Anspruch auf Schutz und Förderung durch den Bund.“[8]

Diese Aufgabe wird auf unterschiedliche Arten erfüllt. Die Mitglieder der Akademie widmen sich als Gelehrtengesellschaft dem fachübergreifenden Diskurs sowie Zukunftsfragen, beraten Politik und Gesellschaft und informieren die Öffentlichkeit über bedeutende wissenschaftliche Erkenntnisse. In Kommissionen widmen sie sich Fragen von wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Relevanz. Als Forschungsträger betreibt die ÖAW 25 Forschungsinstitute im Bereich der innovativen, anwendungsoffenen Grundlagenforschung in den Geistes-, Kultur-, Sozial- und Natur- und Technikwissenschaften. Die ÖAW pflegt und initiiert Forschungspartnerschaften und vertritt die Republik Österreich in internationalen wissenschaftlichen Organisationen. Dadurch unterstützt sie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und die österreichische Teilnahme an internationalen Großforschungsprojekten. Die Akademie fördert ferner den wissenschaftlichen Nachwuchs durch Stipendien und Preise.


Das seit 2015 bestehende Logo der ÖAW
Neue Aula, Sitz der Akademie in der Inneren Stadt
Alte Aula (Teil der Alten Universität) von der Wollzeile aus gesehen
Dienststempel
Nationalsozialistische Mitglieder Stand 1946
Entnazifizierung (1945)
HEPHY Logo.svg
IMBA logo Vienna.jpg
ITA Logo 2013.jpg
ISF Logo Deutsch.png
CMC Logo klein.jpg
Institut für Weltraumforschung in Graz
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