Şanlıurfa (Provinz)


Şanlıurfa (arabisch الرها, DMG ar-Ruhā, kurdisch Riha, syrisch ܐܘܪܗܝ Urhoy) ist eine Provinz in der Republik Türkei. Sie liegt in Südostanatolien und grenzt im Süden an Syrien. Im Osten liegt die Provinz Mardin, im Westen Gaziantep, im Norden Adıyaman und im Nordosten Diyarbakır. Seit 2018 liegt die Einwohnerzahl über zwei Millionen.

1983 wurden der Provinz und deren Hauptstadt, die bis dahin lediglich Urfa hießen, der Titel şanlı (zu Deutsch „ruhmreich“) verliehen. Er soll an den Widerstand gegen die französische Besatzung im türkischen Befreiungskrieg erinnern.

Şanlıurfa ist seit 2012 eine Großstadt (Büyükşehir belediyesi). Nach einer Verwaltungsreform 2013 sind alle Landkreise direkt dem Oberbürgermeister von Şanlıurfa unterstellt. Die ehemaligen Bürgermeister der Gemeinden (Belediye) wurden auf den Rang eines Muhtars heruntergestuft. Der zentrale Landkreis (Merkez) wurde im Zuge der Reform in drei neue Bezirke (Eyyübiye, Haliliye und Karaköprü) aufgeteilt. Alle 13 Landkreise sind gleichzeitig Stadtgemeinden (Belediye). Alle 13 Gemeinden, die kein Kreissitz waren sowie die bis Ende 2012 bestehenden 1157 Dörfer (Köy) wurden im Zuge der Verwaltungsreform in Stadtbezirke/Stadtviertel (Mahalle) überführt.

Nachfolgende Tabelle zeigt die jährliche Bevölkerungsentwicklung nach der Fortschreibung durch das 2007 eingeführte adressierbare Einwohnerregister (ADNKS). Zusätzlich sind die Bevölkerungswachstumsrate und das Geschlechterverhältnis (Sex Ratio d. h. die rechnerisch ermittelte Anzahl der Frauen pro 1000 Männer) aufgeführt. Der Zensus von 2011 ermittelte 1.701.127 Einwohner, das sind über 15.000 Einwohner weniger als bei der Bevölkerungsfortschreibung bzw. über eine Viertelmillion mehr als zum Zensus 2000[6]