1. FC Magdeburg


Der 1. Fußballclub Magdeburg e. V., kurz 1. FC Magdeburg, 1. FCM oder FCM, ist ein Fußballverein aus Magdeburg, der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Er wurde am 22. Dezember 1965 durch die Ausgliederung der Fußballsektion des SC Magdeburg gegründet. Der Verein ist mit 10.200 Mitgliedern (Stand: 20. Juli 2022) der größte Sportverein in Sachsen-Anhalt, und einer der mitgliederstärksten in Deutschland.[2][3][4] Der Club trägt seine Heimspiele seit 2006 am Heinz-Krügel-Platz in der MDCC-Arena aus.[5] Am 30. Juni 2017 wurde die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in die 1. FC Magdeburg Spielbetriebs GmbH abgeschlossen. Sie befindet sich zu 100 Prozent im Besitz des 1. FC Magdeburg e. V.[6] Der Verein spielt in den Farben Blau und Weiß.

Der 1. FC Magdeburg zählt zu den erfolgreichsten und populärsten Vereinen in der Geschichte des DDR-Fußballs und mit 72 Europapokalspielen sowie 30 Spielen im UEFA Intertoto Cup zu den bekanntesten DDR-Fußballclubs in Europa. Der FCM spielte, mit Ausnahme der Saison 1966/67, von 1960 bis 1991 in der DDR-Oberliga und wurde dreimal Meister. Außerdem gewann der Club siebenmal den FDGB-Pokal und ist mit der SG Dynamo Dresden Rekordpokalsieger. 1974 gewann die Mannschaft von Trainer Heinz Krügel den Europapokal der Pokalsieger und erreichte den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Nach der Wende verpassten die Magdeburger den Sprung in den bezahlten Fußball und spielten von 1991 bis 2015 überwiegend im regionalen Amateurbereich. 2015 stieg der FCM in die 3. Liga auf und etablierte sich in den folgenden Jahren im Profifußball. Mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga als Meister der 3.Liga erreichte der 1. FC Magdeburg 2018 den größten sportlichen Erfolg seit der Wiedervereinigung.[7] Nach dem direkten Wiederabstieg spielte der FCM von 2019 bis 2022 erneut in der 3. Liga. 2022 wurde der Verein erneut Drittligameister.[8]

Vor dem Ersten Weltkrieg waren in Magdeburg die Vereine Cricket-Victoria und FC Victoria aktiv. Beide spielten zwischen 1933 und 1942 zeitweise in der Gauliga Mitte, eine der damals 16 höchsten Fußballklassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie – wie alle ostdeutschen Sportvereine – auf Betreiben der sowjetischen Besatzungsmacht auf Grundlage der Direktive Nr. 23 des Alliierten Kontrollrats auf Dauer verboten. Zur Weiterführung von Sportwettkämpfen wurden zunächst auf regionaler Ebene einfach organisierte Sportgemeinschaften (SG) zugelassen. Als Vorläufer des 1. FC Magdeburg gründete sich im Herbst 1945 die SG Sudenburg, die sich im Mai 1949 mit der SG Lemsdorf zur SG Eintracht Sudenburg zusammenschloss.


SC Aufbau Magdeburg
Wolfgang „Paule“ Seguin 1974
Der 1. FC Magdeburg nach dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1973/74
Magdeburg Cup Winners Cup.jpg
AC Milan tegen FC Magdeburg 0-2, finale Europacup II spelers met beker, Bestanddeelnr 927-1797.jpg
AC Milan tegen FC Magdeburg 0-2, finale Europacup II spelers met beker, Bestanddeelnr 927-1798.jpg
Der Gerd Müller des Ostens: Joachim Streich 1974
Mannschaftsfoto FDGB-Pokal 1983
Dirk Heyne am 3. November 1990 in Cottbus
Ernst-Grube Stadion
Heinrich-Germer-Stadion
1. FC Magdeburg gegen Eintracht Braunschweig 2008
Der Abwärtstrend konnte auch von Ruud Kaiser nicht gestoppt werden
Torjäger Christian Beck
DFB-Pokalspiel gegen den FC Augsburg (2017)
Jens Härtel (2018) nach dem Aufstieg des 1. FC Magdeburg
Empfang der Mannschaft durch die Stadt Magdeburg (2018)
Drittligaspiel: 1. FC Magdeburg vs. FSV Zwickau am 24. April 2022. Jubel nach dem 3:0 durch Kai Brünker
Von 2016 bis 2022 war Mario Kallnik (2014) Geschäftsführer der 1. FC Magdeburg Spielbetriebs GmbH
MDCC-Arena
Heinrich-Germer-Stadion
Ernst-Grube-Stadion
MDCC-Arena
Die Mannschaft des 1. FC Magdeburg nach dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1974
Der 1. FC Magdeburg nach dem Triumph im FDGB-Pokalfinale 1978
Der Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga 2018 gilt als größter sportlicher Erfolg seit der Wende
Alexander Bittroff
Amara Condé
Connor Krempicki
Barış Atik
Kai Brünker
Christian Titz
Wurde vom 1. FC Magdeburg ausgebildet: Marcel Schmelzer
Manfred Zapf (rechts) und Jürgen Sparwasser (links) nach dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger am 8. Mai 1974 im De Kuip in Rotterdam
Blick auf „Block U“ (2022)