Alaungpaya


Alaungpaya (Birmanisch အလောင်းဘုရား, auch Alaung-hpaya, Alaungmintaya oder Alompra, Birmanisch အလောင်းမင်းတရား, „zukünftiger Buddhakönig“; * 24. September 1714 in Moksobo; † 11. Mai 1760[1]) war ein birmanischer König und der Begründer der Konbaung-Dynastie (und damit des dritten birmanischen Reiches) im frühen 18. Jahrhundert, das bis zur vollständigen Annexion Birmas am 1. Januar 1886 durch die Engländer bestand.

Alaungpaya wurde als Aung Zeya („der Siegreiche“) in dem kleinen Dörfchen Moksobo, etwa 75 Kilometer nordwestlich von Ava, geboren und erhielt früh weitere Ehrentitel, wie zum Beispiel Yan Gyi Aung, Konbaung und Yadana Theinhka. Er war von geringer Geburt und stieg bis zum Anführer seines Dorfes auf, als er 1752 während der Invasion der Mon von Pegu die Gelegenheit zu höchsten Auszeichnungen erhielt. Das gesamte Land war den Eroberern zu Füßen gelegen, und die Führungspersönlichkeiten hatten das symbolische „Wasser der Treuepflicht“ (thissa yei thauk) genommen.

Alaungpaya war ein unabhängiger Geist, der nicht nur die Wiedergewinnung seines Örtchens einfädelte, sondern auch eine Truppenabteilung aus Pegu schlagen konnte, die zu seiner Abstrafung herbeigerufen worden war. Daraufhin strömten die Birmanen zu seiner Fahne und marschierten mit ihm nach Ava, das vor dem Jahresende 1753 den Eroberern wieder abgenommen wurde.

1754 erlitten die Peguaner eine bedeutende Niederlage bei Kyaukmyaung, woraufhin sie aus Rache den gefangenen König erschlugen. Der offensichtliche Thronerbe mahnte seine Ansprüche an und wurde von den Gwe Shan unterstützt. Alaungpaya jedoch leistete Widerstand und war entschlossen, seine eigene Vormachtstellung nicht zu verlieren. 1755 nahm er Dagon ein und nannte es Yangon („das Ende des Streits“). 1757 festigte er seine Position als einer der mächtigsten Monarchen Südostasiens durch die Eroberung von Pegu, obwohl diese von den Franzosen unterstützt wurden. Schon am 28. Juli 1757 schloss er einen Vertrag mit der Britischen Ostindienkompanie[2], den er als "König von Ava und Pegu" unterzeichnet und damit die Insel Negrais an die Kompanie zur alleinigen Nutzung abgibt. Zudem bekam die Kompanie weitreichende Handelsrechte im Reich eingeräumt, öffnete auf der anderen ihre Handelsplätze bis zur Koromandelküste den Birmanen. Im Gegenzug verpflichtete sich die Kompanie, dem König jährlich eine Menge Schießpulver zu liefern und ihn gegen Feinde zu Land und Wasser zu unterstützen.


Statue von König Alaungpaya vor der Militärakademie in Pyin U Lwin
Historisches Symbol Birmas unter der Konbaung-Dynastie
Der Goldene Brief von 1756