Allgemeine Militär-Zeitung


Die Allgemeine Militär-Zeitung war eine militärische Fachzeitschrift, welche im deutschsprachigen Raum von 1826 bis 1902 in 77 Jahrgängen erschien. Sie wurde von der „Gesellschaft Deutscher Offiziere und Militärbeamten“ herausgegeben. Von 1826 bis 1859 erschien sie im Verlag Carl Wilhelm Leske in Darmstadt, dann bei Zernin, ebenfalls in Darmstadt.

Die „Allgemeinen Militär-Zeitung“ wurde im Jahre 1826 in Anlehnung an die Allgemeine Zeitung gegründet, die ebenfalls überregional im deutschsprachigen Raum erschien. Insgesamt wurde sie in 39 Einzelstaaten vertrieben und gehörte damit neben der Österreichischen Militärischen Zeitschrift und dem Militär-Wochenblatt zu den einflussreichsten Fachzeitschriften. Die Letzteren wurden in Wien und Berlin herausgegeben. Ihr Gründer und Chefredakteur war Friedrich Wilhelm Zimmermann (1789–1859), der es jedoch bis zu seinem Ausscheiden aus der Redaktion vorzog anonym zu bleiben.

In ihrer ersten Ausgabe umriss die Redaktion die Aufgabe der Zeitung folgendermaßen: „Die AMZ hat vorzüglich die Bestimmung, die neuesten Einrichtungen und Verfügungen bei den Armeen und Truppenkorps aller Staaten und die neuen Erscheinungen in der militärischen Welt überhaupt schnell und mit möglichster Vollständigkeit zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Ein fortlaufender Tagesbericht über alles, was in militärischer Hinsicht in den verschiedenen Ländern geschieht, darf ein wahres Bedürfnis unserer Zeit genannt werden. […] Ihr Streben geht dahin, die verschiedenen Armeen (besonders die einzelnen Abteilungen des deutschen Bundesheeres) miteinander näher bekanntzumachen und das Gute zum Allgemeingut aller Heere zu machen.“ (AMZ 1/1826, Sp. 1)

Es sollten dementsprechend keine tagespolitischen Fragen thematisiert werden. Schon im zweiten Jahrgang wurden die Offiziere aller deutschen Staaten und Österreichs dazu aufgerufen, sich durch Beiträge an der Zeitung zu beteiligen. Bald darauf fanden sich verschiedenste Aufsätze über die internationalen Heereseinrichtungen und deren möglichen Verbesserungen, sowie Artikel aus der französischen Zeitschrift Le Spectateur militaire. Die Zeitung bot obendrein eine Plattform für eine freie Diskussion. Um diesen Meinungsaustausch zu erleichtern wurden die Namen der Autoren sämtlicher Beiträge geheim gehalten, was der Forschung noch heute Schwierigkeiten bereitet.