Arsen


Arsen [aʁˈzeːn] ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol As und der Ordnungszahl 33. Im Periodensystem der Elemente steht es in der 4. Periode und der 5. Hauptgruppe, bzw. 15. IUPAC-Gruppe oder Stickstoffgruppe. Arsen kommt selten gediegen vor, meistens in Form von Sulfiden. Es gehört zu den Halbmetallen, da es je nach Modifikation metallische oder nichtmetallische Eigenschaften zeigt.

Umgangssprachlich wird auch das als Mordgift bekannte Arsenik meist einfach „Arsen“ genannt. Arsenverbindungen kennt man schon seit dem Altertum. Als mutagenes Klastogen können Arsenverbindungen als Gift wirken, welches Chromosomenaberrationen hervorrufen und somit karzinogene Wirkung besitzen kann.[10][11]

Arsen wird zur Dotierung von Halbleitern und als Bestandteil von III-V-Halbleitern wie Galliumarsenid genutzt. Die organische Arsenverbindung Arsphenamin (Salvarsan) galt trotz schwerer und schwerster Nebenwirkungen[12] Anfang des 20. Jahrhunderts als Durchbruch in der Behandlung der Syphilis. Heute wird Arsentrioxid als letzte Behandlungsoption in der Therapie der Promyelozytenleukämie angewendet.

Der Name Arsen geht auf altgriechisch ἀρσενικόν arsenikón zurück, der antiken Bezeichnung des Arsenminerals Auripigment. Sie findet sich schon bei Dioskurides im 1. Jahrhundert. Die griechische Bezeichnung scheint ihrerseits ihren Ursprung im Altpersischen (al-)zarnik (goldfarben, Auripigment, „Arsen“)[13] zu haben und gelangte wohl durch semitische Vermittlung ins Griechische. Volksetymologisch wurde der Name fälschlicherweise vom gleichlautenden (alt- und neu-)griechischen Wort αρσενικός arsenikós abgeleitet, das sich etwa mit männlich/stark übersetzen lässt. Erst seit dem 19. Jahrhundert ist die Bezeichnung Arsen gebräuchlich. Das Elementsymbol wurde 1814 von Jöns Jakob Berzelius vorgeschlagen.


Albertus Magnus gilt als erster Hersteller reinen Arsens
Symbol der Alchemisten für das Arsen
Silbrig glänzende Arsenkristalle (Vergrößerung, Gesamtgröße der Stufe: 4,2 cm × 3,2 cm × 3 cm)
Ehemalige Arsenbergwerke unterhalb des Rotgüldensees im Lungau[22]
Arsenionen in chemischen Komplexen (R bezeichnet die Liganden)
metallisch glänzendes graues Arsen
Schichtstruktur des grauen Arsens
Wafer verschiedener Größe
Arsen im Grundwasser: Risikogebiete weltweit
Strukturformel eines polycyclischen Moleküls mit Arsen-Rückgrat (R=tert. Butylgruppe)
Auszug der Struktur von Polyarsin
Kaiser Guangxu wurde mit Arsen vergiftet
Für Napoléon I. Bonaparte wird der Tod durch Arsenvergiftung vermutet