Auguste Kronheim


Auguste Kronheim (* 28. Jänner 1937 in Amsterdam; † 7. November 2021 in Wien[1]) war eine österreichische Holzschneiderin und Zeichnerin.

Kronheims Vater, der Drucker und Setzer Hugo Kronheim befand sich seit 1928 auf der Walz und arbeitete in zahlreichen Ländern Europas. In den Niederlanden, wo er die Vertretung deutscher Buchverlage ausübte, lernte er 1936 seine aus Deutschland stammende spätere Frau kennen. Die Familie lebte in Castricum und später in Den Haag, wo die zweisprachig aufwachsende Auguste eine deutsche Schule besuchte. 1944 reiste die Mutter mit Auguste und dem zwischenzeitlich geborenen Bruder aus dem besetzten Holland nach Gmunden, wo der nach Beginn des 2. Weltkrieges zur Wehrmacht eingezogene Vater schwer verwundet in einem Lazarett lag. Die Familie übersiedelte nach Grundlsee und Auguste Kronheim besuchte ab Herbst 1944 die dortige Volksschule. Bei der Scheidung der Eltern Ende 1944 wurde dem Vater das Sorgerecht für die Kinder zugesprochen. Dennoch wurde der Vater Ende 1944 erneut zur Wehrmacht eingezogen. In Grundlsee lernte Auguste Kronheim den Künstler Hanns Kobinger kennen, der ihr zeichnerisches Talent förderte. Später gehörte auch der in Grundlsee wirkende Priester Johannes Ude zu ihren Bekannten.

Nach Kriegsende holte der Vater, der in Linz zwischenzeitlich eine Reklamefirma aufgebaut hatte, die Kinder 1948 zu sich und Auguste besuchte die Eisenhand-Schule und Mozartschule. 1948 wurden die Kinder für mehrere Monate nach Dänemark zur Erholung bei einer Gastfamilie geschickt. Nach Besuch der Goetheschule wechselte Auguste in die Raimundschule.


Farbholzschnitt 'Zhang Zhung' Nr. 3 (1992)