Bad Kötzting


Bad Kötzting (bis 2005 Kötzting) ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Cham in Ostbayern und seit Dezember 2005 ein staatlich anerkanntes Kneippheilbad.

Die Stadt liegt am nördlichen Fuße des Kaitersberges im Norden des bayerischen Böhmerwaldes (Bayerischer Wald). Der Schwarze Regen, der hier zum langgestreckten Blaibacher See aufgestaut wird, bildet teilweise die westliche Gemeindegrenze. Ein weiteres bedeutendes Gewässer ist der Weiße Regen, der das Gemeindegebiet vom Nordosten über die Kernstadt bis zur Vereinigung mit dem Schwarzen Regen durchzieht und als Regen nach Westen das Gemeindegebiet verlässt.

Auf dem Gemeindegebiet gibt es neun Gemarkungen: Arndorf, Bad Kötzting, Gehstorf, Haus, Liebenstein, Sackenried, Traidersdorf, Weißenregen und Wettzell.[5]

Bad Kötzting wurde erstmals im Jahr 1085 als „Chostingen“ urkundlich erwähnt. Es kann eine slawische Form *Kostici o. ä. zugrunde liegen, welche zum Personennamen *KostЪ gebildet wurde und mit -ing eingedeutscht wurde.[6]

Aus vier Urhöfen entstanden unterschiedliche Anwesen: 36 Marktlehen, zehn Sölden und zwanzig Häuser. Um 1260 wurden Kötzting die ersten Marktrechte verliehen, die 1344 durch Kaiser Ludwig den Bayern bestätigt wurden; Vollbürger (mit Braurecht) waren lediglich die Nutzer der Marktlehen. Die Grundherrschaft des Klosters Rott endete 1614, wenige Jahre später genehmigte der Markt dem Kloster ein Priorat.
Siehe auch Burgstall Liebenstein

Im Dreißigjährigen Krieg brannten die Schweden unter Georg Christoph von Taupadel – Obrist im schwedischen Heer des Feldmarschalls Bernhard von Sachsen-Weimar – Ende November 1633 Kötzting völlig nieder, weil sich die Bevölkerung geweigert hatte den Anweisungen zu folgen.[7] Erneute Einfälle der schwedischen bzw. kaiserlichen Truppen gab es 1635 und 1640. Der Magistrat bestand aus dem inneren und dem äußeren Rat. Die vier inneren Räte stellten im halbjährigen Wechsel den Kammerer-Bürgermeister. Bedeutendster Kammerer Kötztings war Samuel Luckner, 1715–1794, der Bruder des Grafen Nikolaus von Luckner. Der Markt wurde 1805 selbständige Pfarrei. 1867 wird der Ort von einem weiteren Großbrand heimgesucht.


Stadt Bad Kötzting mit Hohem Bogen im Hintergrund
Stadtpfarrkirche mit Regenbrücke
Neues Rathaus, Bad Kötzting
Blick auf die Wehranlage mit der Stadtpfarrkirche und der Kapelle St. Anna von Weißenregen aus
Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit äußerer Ringmauer
Ehemaliges Rathaus, Ausbau im 18. Jahrhundert
Die Kirche von Steinbühl, das Ziel des Kötztinger Pfingstritts
Pfingstrittstadt
Pfingstritt 2001
Spielbank, Bad Kötzting
Joseph von Armansperg 1833