Barochorie


Als Barochorie wird ein Ausbreitungsmechanismus von Pflanzen bezeichnet, bei denen sich diese die Schwerkraft zunutze machen. Es handelt sich um eine Spielart der Topochorie (Nahausbreitung).

Barochorie ist besonders typisch für viele Laubbäume, deren reife Früchte sich vom Fruchtstiel lösen und aufgrund der Schwerkraft zu Boden fallen. Eichen und Haselnusssträucher nutzen beispielsweise diesen Ausbreitungsmechanismus. Er wird aber auch von kleineren Pflanzen verwendet. Bei der Walderdbeere vertrocknen die Früchte, die nicht von Tieren oder Menschen verzehrt werden und damit endochor ausgebreitet werden, an ihren Fruchtstielen. Die Nüsschen fallen dann von den verdorrten Früchten auf den Boden herab.

Als Schwerkraftwanderer werden die wenigen Pflanzen bezeichnet, bei denen durch den Fall die Kapseln aufbrechen und die Samen durch die freigesetzte Energie einige Meter weiter rollen. Dies gilt beispielsweise für die Gewöhnliche Rosskastanie.

Neben der echten Barochorie, das heißt dem schlichten Herunterfallen einzelner, nackter und schwerer Samen durch die Schwerkraft, aus einer an der Mutterpflanze verbleibenden Frucht, gibt es noch einige andere Ausprägungen:

Zoochorie (Ausbreitung durch Tiere):Endochorie |Epichorie ||Mammaliochorie ||Ornithochorie |Ichthyochorie |Saurochorie |Myrmekochorie ||Dysochorie 


Frucht der Eiche (Eichel) – Eichen breiten ihre Früchte barochor aus