Berlin-Charlottenburg


Im Jahr 1705 als Stadt gegründet, wurde Charlottenburg 1893 zur Großstadt. Bei der Eingemeindung 1920 nach Groß-Berlin wurde daraus der eigenständige Bezirk Charlottenburg. Zuvor war Charlottenburg zeitweise die Gemeinde mit dem höchsten Steueraufkommen pro Kopf in Deutschland gewesen.[1] Nach der Fusion mit dem damaligen Bezirk Wilmersdorf zum neuen Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf bei der Verwaltungsreform 2001 wurde der Bezirk Charlottenburg zum Ortsteil herabgestuft. Eine Neuordnung der Ortsteile des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf erfolgte 2004, wodurch das Gebiet des ehemaligen Bezirks Charlottenburg in die heutigen Ortsteile Westend, Charlottenburg-Nord und Charlottenburg aufgeteilt wurde.

Der Ortsteil Charlottenburg liegt im Berliner Urstromtal, während Teile des westlich angrenzenden Ortsteils Westend (bis September 2004 zu Charlottenburg) auf der Hochfläche von Teltow (Landschaft) gelegen sind.

Unterhalb der amtlichen Gliederung, nach der der ehemalige Bezirk Charlottenburg laut Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vom 30. September 2004 in die drei Ortsteile Charlottenburg, Westend und Charlottenburg-Nord aufgeteilt wurde, gibt es regionale Unterstrukturen bekannter Ortslagen und Stadtkieze innerhalb des Ortsteils Charlottenburg:

Die Altstadt Charlottenburg entstand als Siedlung ab 1695 in der Nähe des Dorfes Lietzow, in Folge des Schlossbaus, des damaligen Schlosses Lietzenburg, das als Sommerresidenz für die erste preußische Königin Sophie Charlotte von Hannover errichtet worden war. Nach deren Tod wurden Schloss und Ortslage nach ihr von Lietzenburg in Charlottenburg umbenannt. Die heutige Altstadt von Charlottenburg umfasst das Gebiet zwischen der Spree im Norden, der Nehringstraße im Westen und der Achse Zillestraße/Loschmidtstraße im Süden und Osten, was den Grenzen der damals eigenständigen Stadt Charlottenburg von 1720 bis 1855 entspricht, bis der Ort über seine Grenzen hinauswuchs. Die Altstadt Charlottenburg blieb im Zweiten Weltkrieg weitestgehend von Zerstörungen verschont und konnte so ihren kleinstädtischen Charakter bis heute erhalten.

Die eigentliche Keimzelle des alten Charlottenburg war das Dorf Lietzow, nördlich des heutigen Rathauses. Besiedelt war die Gegend vermutlich seit der Jungsteinzeit, erstmals erwähnt wurde es 1239. Von der ursprünglichen Bebauung des Ortes ist infolge des Zweiten Weltkriegs kaum noch etwas erhalten. An das historische Dorf erinnert die Straße Alt-Lietzow an der Stelle des ehemaligen Ortskerns. Die Form des ehemaligen Angerdorfes ist bis heute im Straßenverlauf zu erkennen.


Charlottenburger Tor an der Grenze zum Ortsteil Tiergarten
Ortsteil Charlottenburg mit ausgewählten Ortslagen
Wochenmarkt auf dem Klausenerplatz
Dorfaue in Alt-Lietzow
Bürgerhaus nach den Modellplanungen für Charlottenburg
Plan von der vermessenen Feldmark Lützow (Lietzow), 1777
Schloss Charlottenburg von der Parkseite aus betrachtet
Bewohner vor dem Familienhaus Charlottenburg, Jens Birkholm, 1910.
Das städtische Familienhaus beherbergte als soziale Einrichtung Obdachlose und Kranke.
Bau-Boom während der Kaiserzeit: Gebäude-Alter und projektierte Entwicklungsgebiete von Charlottenburg um 1905
Charlottenburg um 1905 mit seinen Stadtgütern (Rieselfelder in Gatow) in einer Darstellung der Kanalisation[11]
Zwischen den beiden Weltkriegen Treffpunkt russischer Exilanten:
Hotel am Steinplatz
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im Vorkriegszustand, 1900
Blick über die City West vom Europa-Center 2015
Nachkriegsbau der Deutschen Oper aus dem Jahr 1961
Saniertes Bikini-Haus, 2014
Blick vom Café Huthmacher auf den Breitscheidplatz mit der Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, 1957
Charlottenburg Maria-Schutz-Kirche
Bahnhof Zoo
Gedenktafel für Else Ury