Bode


Die Bode ist ein 169 km langer, westlicher und linker Zufluss der Saale in Sachsen-Anhalt. Sie entspringt mit zwei Quellflüssen im Harz, fließt im Landkreis Harz, Landkreis Börde und Salzlandkreis und mündet bei Nienburg.

Die beiden Quellflüsse der Bode, Kalte und Warme Bode, entspringen im Landkreis Goslar und Harz im Hochharz. Sie entwässern ein Gebiet südlich des Brockens (1141,2 m ü. NHN), des höchsten Harzberges:

Die Kalte Bode vereinigt sich mit der rund 2 °C[4] wärmeren Warmen Bode am südlichen Ortsrand von Königshütte unmittelbar vor der Stauwurzel der Talsperre Königshütte (423,25 m) auf 423,6 m[1] Höhe zur Bode.

Die Bode bildet das größte Talsystem innerhalb des Harzes und verläuft in windungsreichem Tal ostwärts durch die welligen Hochflächen des Unterharzes. Sie durchfließt anfangs die Talsperre Königshütte und passiert danach Susenburg und Hahnenkopf, die zum danach durchflossenen Rübeland gehören. Dies gilt auch für die anschließend durchflossenen Ortschaften Kreuztal und Neuwerk. Hiernach fließt die Bode durch die unmittelbar unterhalb der Rappbode-Talsperre (423,6 m) liegende Talsperre Wendefurth (351,9 m). Bei Unterqueren der Bundesstraße 81 verläuft sie durch Wendefurth und anschließend durch Altenbrak nach Treseburg, wo rechtsseitig die Luppbode einmündet.

Auf den letzten etwa 10 km innerhalb des Gebirges windet sich die Bode zwischen Treseburg und Thale nordostwärts durch ein Engtal, das eigentliche Bodetal, dessen unterster Abschnitt die tiefste außeralpine Felsschlucht Deutschlands darstellt. Dieser Talabschnitt ist als Naturschutzgebiet Bodetal ausgewiesen. Dabei unterquert die Bode zwischen dem westlichen Roßtrappenberg (438,7 m) mit der Roßtrappe und dem östlichen Hexentanzplatz (457,7 m) die Jungfernbrücke (ca. 200 m). Kurz darauf verlässt sie den Harz bei Thale.

Fortan durchfließt die Bode in teils geschwungenem, teils eingedämmtem und begradigtem Lauf das Harzvorland. Dabei passiert sie, nordostwärts verlaufend, Neinstedt, wo sie die Teufelsmauer auf etwa 135 m Höhe durchschneidet, und Weddersleben und fließt durch Quedlinburg, wo sie den Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt verlässt. Nach Passieren von Ditfurt und Wedderstedt mündet nahe Hedersleben rechtsseitig auf 98,7 m Höhe die Selke ein. Anschließend fließt die Bode nordwestwärts, wobei sie Rodersdorf, Wegeleben und Adersleben passiert. Fortan nordwärts gerichtet passiert sie Deesdorf, wonach sie in den Landkreis Börde übertritt, Gröningen mit dessen Stadtteil Kloster Gröningen und nimmt kurz darauf die linksseitige Holtemme auf. Hiernach verläuft der Fluss durch Krottorf und passiert Hordorf.


Schlucht des Bodetals: Prinzensicht
Blick auf die Bodebrücke in Staßfurt
Die Bode in Oschersleben
Tafel an der Jungfernbrücke