Borussia Dortmund


Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund (kurz Borussia Dortmund oder BVB) ist ein Sportverein aus Dortmund. Borussia ist der neulateinische Name für Preußen. Seine Fußballsparte nimmt „als Hauptsportart die hervorragende Stellung innerhalb des Vereins“[1] ein. Borussia Dortmund ist im Männerfußball einer der erfolgreichsten Klubs Deutschlands; neben acht deutschen Meisterschaften und fünf DFB-Pokalsiegen gewann der BVB 1966 den Europapokal der Pokalsieger (und damit als erster deutscher Verein überhaupt einen Europapokal) und 1997 die Champions League sowie im selben Jahr den Weltpokal. Die erste Herrenmannschaft spielt in der Bundesliga und belegt in der ewigen Tabelle den zweiten Platz.[2][3]

Obwohl Borussia Dortmund ursprünglich als Fußballverein gegründet wurde, besitzt der Klub auch eine Handball- und Tischtennisabteilung, deren erste Mannschaften ebenfalls höherklassig spielen, sowie eine Fan- und Förderabteilung, die die Belange der Anhänger des Vereins vertritt. Mit 157.191 Mitgliedern (Stand: 21. November 2021)[4] ist Borussia Dortmund der fünftgrößte deutsche Sportverein und der sechstgrößte weltweit. Seit November 1999 sind die Lizenzspielerabteilung der Borussia, die zweite Mannschaft und die A-Jugend in die börsennotierte Borussia Dortmund GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien ausgelagert, die zwischen dem 23. Juni 2014 und dem 20. September 2021 im SDAX gelistet war.

Im November 1901 wurde die katholische Jünglingssodalität „Dreifaltigkeit“ als Jugendorganisation der gleichnamigen Gemeinde in der Flurstraße im Dortmunder Nordosten gegründet. Die Gemeinde war kurz zuvor im Zuge der Immigration polnischer Arbeitskräfte entstanden und diente der Integration der Zugezogenen ins protestantisch geprägte Dortmund.[5] Die Mitglieder der Sodalität waren zum großen Teil junge Stahlarbeiter und Bergleute, die sich nicht nur am kirchlichen Leben beteiligten, sondern sich, zunächst beim Turnen und in der Leichtathletik, auch sportlich betätigten. Spätestens seit 1906 wurde auf den Feldern und Wiesen rund um den Borsigplatz regelmäßig Fußball gespielt. Im selben Jahr wurde Kaplan Hubert Dewald Vorsitzender der Jünglingssodalität und wandte sich energisch sowohl gegen das „rohe“ und „wilde Treiben“ auf dem Fußballplatz als auch gegen das kulturelle Umfeld rund um den Sport. So setzte er unter anderem sonntags nachmittags eine zusätzliche Andacht an, um das Fußballspielen zu unterbinden und verlangte von den Fußballern ihre Treffen nicht mehr im Wirtshaus „Zum Wildschütz“ in der Oesterholzstraße 60 abzuhalten, sondern das Pius-Gemeindehaus dafür zu nutzen.[6]


Die Wiege der Borussia:
Die Dreifaltigkeitsgemeinde in der Dortmunder Nordstadt
Plakette an der ehem. Gaststätte Wildschütz, dem Gründungsort der Borussia
Straßenbahn in der Meisterstadt 1995
Von 1981 bis 1998 als Spieler und von 1998 bis 2022 als Manager beim BVB aktiv: Michael Zorc (2011)
Langjähriger Manager der Borussia: Michael Meier (2005)
Spieler der Borussia nach dem Gewinn der Meisterschaft 2011 (von Links: Stiepermann, Schmelzer, Hummels, Großkreutz)
Weihnachtsbaum geschmückt mit Meisterschale und DFB-Pokal auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt 2012
Geschäftsstelle Borussia Dortmund am Rheinlanddamm
Geschäftsstelle Borussia Dortmund
Vorsitzender der Geschäftsführung Hans-Joachim Watzke
The-Unity-Stencil in Dortmund mit stilisiertem Porträt von August Lenz
Stadion Rote Erde
Luftansicht des Westfalenstadions
Fans der Borussia auf der gelbe Wand genannten Südtribüne
Panorama-Bild vom Saisonauftakt 2010 (13.000 Zuschauer)
Fans von Borussia Dortmund
„Wir sind Deutscher Meister!“ (2002)
360° Panorama der Meisterfeier 2012
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