Burg Pottenstein


Burg Pottenstein ist eine der ältesten Burgen der Fränkischen Schweiz und beherbergt ein Burgmuseum. Sie erhebt sich auf einem Felsen über der gleichnamigen Stadt Pottenstein im oberfränkischen Landkreis Bayreuth in Bayern.

Die Spornburg befindet sich im Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst in ungefähr 410 Metern Höhe auf einem nach Westen vorgeschobenen Bergsporn zwischen den Tälern der Püttlach und des Weihersbaches, unmittelbar südöstlich über der Stadt Pottenstein, etwa 22 Kilometer südwestlich von Bayreuth.

In der Nähe befinden sich noch weitere Burgen: Westlich die Burg Gößweinstein, die Burg Kohlstein und die beiden Burgruinen in Tüchersfeld, östlich die Burgruine Hollenberg und die Burgställe Wartberg und Böheimstein.

Die Felsburg der Burg Pottenstein ist vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als bedeutendes Geotop (Geotop-Nummer: 472R157) ausgewiesen.[1]

Der Ort Pottenstein war um das Jahr 1050 im Besitz des Markgrafen Otto von Schweinfurt und kam nach seinem Tode im Jahr 1057 an seine dritte Tochter Judith. Judith war in ihrer ersten Ehe mit Herzog Kuno von Bayern verheiratet. Nachdem Kuno 1055 gestorben war, heiratete Judith um das Jahr 1057 Boto, den jüngeren Bruder des Pfalzgrafen Aribo II. aus dem edelfreien Geschlecht der Aribonen. Er nannte sich 1070 comes de Potensteine, also Graf von Pottenstein.

Die Gründung der Burg Pottenstein, die seinen Namen trägt (Stein des Boto), wird also zwischen den Jahren 1057 und 1070 von Boto erfolgt sein. Die Burg diente vermutlich ursprünglich zur Sicherung des Gebietes zwischen Obermain und Pegnitz nach Südosten.


Burg Pottenstein aus nordwestlicher Richtung, Lithografie (um 1840) von Theodor Rothbarth nach einer Zeichnung von Carl Käppel
Burg Pottenstein aus nördlicher Richtung
Burg Pottenstein aus südlicher Richtung
Burg Pottenstein aus östlicher Richtung (Naturschutzgebiet)
Burg Pottenstein aus nordwestlicher Richtung, Stahlstich (1840) von Henry Winkles
Stadt und Burg Pottenstein aus nördlicher Richtung, nach einem Ölgemälde von Sebastian Förtsch aus dem Jahr 1802
Torseite der Burg