Chenôve


Chenôve ist eine französische Gemeinde mit 14.025 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Côte-d’Or in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Seit dem 1. Januar 2000 gehört der Vorort von Dijon zum Gemeindeverband Dijon Métropole. Chenôve ist die drittbevölkerungsreichste Gemeinde im Département Côte-d’Or.

Chenôve ist eines der ältesten Dörfer der Côte-d’Or.[1] Die Name verweist auf den Anbau von Hanf (französisch "chanvre") in der Antike. In seinem Testament von 653 schenkte Leodegar von Autun das Dorf an seine Kathedrale. Die Schenkung wurde 1132 von Papst Innozenz III. bestätigt. Ab dem XX. Jahrhundert ist der Anbau von Wein in Chenôve erwähnt, ab 1228 das Weingut der Herzöge von Burgund ("Clos des Ducs"). Der Aufbau der ersten herzöglichen Weinpresse wurde 1238 von Alix von Vergy initiiert. 1404 à 1407 wurden die Pressen erneuert. 1477, nach dem Tode von Karl der Kühnen, wird das Weingut vom französischen König Ludwig XI in Besitz genommen ("Clos du Roi").[1] Ab dem 20. Jahrhundert entstanden Industrieanlagen im Süden des Weindorfes. Insbesondere der Aufbau einer Eisenbahnanlage ließ nach dem Ersten Weltkrieg viele Arbeitsplätze entstehen. Chenôve erlebte einen rasanten Anstieg der Bevölkerungszahlen. Während des Zweiten Weltkriegs gab es in Chenôve organisierten Widerstand gegen die deutsche Besetzung. 1944 war der Ort von Luftangriffen betroffen, am 11. September 1944 wurde er von den Alliierten befreit. Der starke Bevölkerungsanstieg ab den 1950er-Jahren führte zu einer Wohnungsnot, die mit dem Bau neuer Wohnungen abgewendet werden konnte. 1973 wurde das Baukonzept weitgehend abgeschlossen.

Seit 1975 pflegt Chenôve mit der rheinland-pfälzischen Gemeinde Limburgerhof eine Städtepartnerschaft.[3]


Weinpresse der Herzöge von Burgund
Landwirtschaftliche Umgebung des Clos du Roy vor der Kirche Saint-Nazaire