Clarkson Stanfield


Clarkson Frederick Stanfield, RA (oft irrtümlich William Clarkson Stanfield) (* 3. Dezember 1793 in Sunderland; † 18. Mai 1867 in Hampstead) war ein schon zu Lebzeiten berühmter englischer Bühnen-, Landschafts- und Marinemaler. Den Vornamen ‚Clarkson‘ wählte sein Vater James Field Stanfield, ein in Irland geborener Seemann, Autor, Schauspieler und Kämpfer gegen den Sklavenhandel, nach dem ihm persönlich bekannten und bewunderten Thomas Clarkson, dem Gründer der Abolitionistenbewegung.[1]

Stanfield trat bereits in jungen Jahren in die britische Handelsmarine ein. 1808 trat er den Dienst in der Royal Navy an und wurde dort vor allem von Captain Marryat gefördert, der seinen Fleiß und Charakter schätzte, aber auch sein künstlerisches Talent bewunderte. 1814 schied er jedoch aufgrund einer Verletzung, die er sich beim Sturz aus einem Mast zuzog, aus der Marine aus. Queen Victoria bezeichnete diesen Sturz später mit dem Satz „What a lucky tumble!“.[2] 1815 unternahm er auf dem Ostindienfahrer Warley eine Reise nach China, von der er mit zahlreichen Skizzen zurückkehrte, auf die er in seiner späteren Karriere mehrfach zurückgriff. Schließlich entschloss er sich, als Bühnen- und Panoramamaler sein Glück zu versuchen, und bekam im August 1816 eine erste Anstellung im Old Royalty Theatre (Wellclose Square) in London, die so erfolgreich verlief, dass er bereits kurz darauf in das neu eröffneten Royal Coburg Theatre in Lambeth wechselte, wo er David Roberts traf, mit dem ihm schließlich eine lebenslange Freundschaft verband. Dabei ergänzten sich beide durch ihre unterschiedlichen Detailkenntnisse über die Seefahrt (Stanfield) und Architektur (Roberts). Stanfield begann schon frühzeitig nebenher Staffeleibilder zu malen und beteiligte sich etwa ab 1820 an Ausstellungen. 1823 war er Mitbegründer der Royal Society of British Artists und wurde 1829 Präsident dieser Gesellschaft. 1832 und 1835 wurde er, aus Sicht der Kunstkritik viel zu spät[3], zum Mitglied der Royal Academy of Arts und zum Royal Academician gewählt.

Stanfield war zweimal verheiratet: In erster Ehe mit Mary Hutchinson (* um 1799; † 27. November 1821; ⚭ am 20. Juli 1818 in St. Dunstan’s, Stepney). Aus dieser ersten Ehe gingen zwei Kinder hervor: Clarkson William Stanfield (* 25. Juli 1819; † 24. Januar 1853) sowie Mary Elizabeth Stanfield (* 31. Oktober 1821).

Seine zweite Ehefrau war Rebecca Adcock (* 17. März 1808; † 12. Juni 1875), die er am 15. Oktober 1825 in Southwark heiratete. Sie bekamen zehn Kinder, darunter (als Zweitältester) George Clarkson Stanfield, der das künstlerische Talent seines Vaters erbte und ebenfalls als (Marine-)Maler und Zeichner berühmt wurde. Es gelang ihm allerdings zeitlebens nicht, aus dem übergroßen Schatten seines Vaters herauszutreten.


Clarkson Stanfield, Porträt von John Simpson, um 1829
The Battle of Trafalgar (1836)