Comminges


Das Comminges (okzitanisch-gaskognisch: Comenge) ist eine historische Grafschaft und Provinz im Süden Frankreichs. Sie umfasst die südliche Hälfte des heutigen Départements Haute-Garonne, entsprechend den Arrondissements von Saint-Gaudens und Muret.

Die hügelige, im Süden sogar gebirgige und vielerorts bewaldete Landschaft der Comminges liegt in Höhen zwischen ca. 300 und knapp 3000 m.

Die größten Ortschaften der Region sind Muret, Saint-Gaudens, Bagnères-de-Luchon und Lombez; kleinere Orte sind Saint-Bertrand-de-Comminges, Miramont-de-Comminges und Frontignan-de-Comminges.

Wichtigste Flüsse sind die Garonne und ihre beim Mont Valier entspringenden südlichen Nebenflüsse Salat und Ger.

Während der Antike war in dieser Region das aquitanische Volk der Konvener beheimatet. Die Römer errichteten dort um 27 v. Chr. die Kolonie Lugdunum Convenarum („Siedlung des Gottes Lugh der Konvener“), das heutige Saint-Bertrand, auch Comminica genannt wo König Herodes Antipas sein Exil nahm und verstarb. Seit 17 n. Chr. gehörte Comminges zur kaiserlich-römischen Provinz Gallia Aquitania, ab dem 4. Jahrhundert zur Provinz Novempopulana.

Seit dem Jahr 410 war das Comminges dem westgotischen tolosanischen Reich zugehörig. Nach dessen Niederlage in der Schlacht von Vouillé (507) gehörte die Region zum Frankenreich. Im Jahr 585 belagerte König Guntram I. in Comminges den Usurpator Gundowald und tötete ihn.


Karte der historischen Provinz Comminges und heutige Départements
an das Wappen des Templerordens erinnerndes altes Wappen von Comminges
Wappen seit dem 17. Jh.