Crailsheim


Crailsheim (im regionalen, hohenlohischen Dialekt [ˈgʀɑːlsɘ]) ist eine Stadt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs, etwa 32 Kilometer östlich von Schwäbisch Hall und 40 Kilometer südwestlich von Ansbach. Sie ist nach Schwäbisch Hall die zweitgrößte Stadt des Landkreises Schwäbisch Hall und die drittgrößte der Region Heilbronn-Franken.

Seit dem 1. Januar 1972 ist Crailsheim eine Große Kreisstadt. Mit den Gemeinden Frankenhardt, Satteldorf und Stimpfach ist die Stadt Crailsheim eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen.

Crailsheim liegt auf beiden Seiten der Jagst in der weiten, nach ihr benannten Stufenrandbucht Crailsheimer Bucht, die der Fluss bei seinem Austritt aus dem Keuperbergland im Süden und Osten an der Grenze zur Gäulandschaft der südöstlichen Hohenloher und Haller Ebene ausgeräumt hat. Der Fluss läuft dann in den Kocher-Jagst-Ebenen weiter. Die umrahmenden Berge östlich der Bucht, Crailsheimer Hardt genannt, sind Teil der Frankenhöhe. Den West- und Südwestrand bilden die Höhenwälder um den Burgberg (534 m), denen morphologisch getrennt im Süden die Ellwanger Berge folgen, beides Teile der Schwäbisch-Fränkischen Waldberge. Anteil am Stadtgebiet haben alle genannten Naturräume.[2]

Die folgenden Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt, im Uhrzeigersinn von Nordosten, an: Satteldorf, Kreßberg, Fichtenau, Stimpfach, Frankenhardt, Vellberg, Ilshofen und Kirchberg an der Jagst (alle Landkreis Schwäbisch Hall).

Das Stadtgebiet Crailsheims gliedert sich in die neun Stadtteile Beuerlbach, Crailsheim, Goldbach, Jagstheim, Onolzheim, Roßfeld, Tiefenbach, Triensbach und Westgartshausen. Alle Stadtteile, ausgenommen Beuerlbach und Crailsheim, sind zugleich Ortschaften nach der baden-württembergischen Gemeindeordnung, d. h., sie haben einen Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzendem. Die Ortschaftsräte werden bei jeder Kommunalwahl von der wahlberechtigten Bevölkerung der Ortschaft gewählt.

Einige der Stadtteile sind administrativ weiter untergliedert in Wohngebiete bzw. -bezirke oder Wohnplätze mit eigenem Namen:


Schulstraße mit der Johanneskirche im Hintergrund
Panoramabild der Stadt Crailsheim
Blick nach Südosten über die Jagst zur Johanneskirche
Rathaus (links) und Liebfrauenkapelle (rechts) Crailsheim
Plan Crailsheims, angefertigt 1828/29 bei der Württembergischen Landesvermessung
Freimarke des Königreichs Württemberg aus dem Jahr 1856
Luftangriff auf Crailsheim
am 23. Februar 1945
Einwohnerentwicklung von Crailsheim von 1837 bis 2017
Aktuelle Sitzverteilung im Gemeinderat
(Stand: 21. Oktober 2020)
      
Insgesamt 43 Sitze
Erster Bahnhof in Crailsheim, Bild von 1905
ICE 1 „Crailsheim“
A 6: Abfahrt Crailsheim (bei Satteldorf)
Ehemaliges Kreiskrankenhaus Crailsheim (heute Klinikum)
Johanneskirche
Gedenkstein am Ort der ehemaligen Crailsheimer Synagoge
Ein Horaff, wie er am Stadtfeiertag an die Schüler verteilt wird
Volksfest 2005 bei Nacht