Département Eure


Das Département Eure [œːʀ] ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 27. Es liegt im Norden des Landes in der Region Normandie und ist nach dem Fluss Eure benannt.

Das Département Eure grenzt an die Départements Seine-Maritime, Oise, Val-d’Oise, Yvelines, Eure-et-Loir, Orne und Calvados sowie an eine Bucht des Ärmelkanals.

Eure liegt im Nordwesten des Pariser Beckens. Der Boden ist reich an Kreide aus dem Mesozoikum. Die Landschaft besteht aus sechs Hochebenen, die von Tälern umgeben sind. Die Hochebenen liegen auf einer Höhe von etwa 150 Meter über dem Meeresspiegel. Im Südwesten erreichen die Ausläufer des Gebirges der Landschaft Le Perche eine Höhe von 220 Metern. Die sechs Hochebenen sind der Vexin, das Plateau von Madrie zwischen Seine und Eure, die Ebene von Saint-André zwischen Eure, Avre und Iton, das Plateau von Neubourg, der Pays d’Ouche und der Lieuvin.[1][2]

Beschreibung: Im in Rot und Blau geteilten Wappen sind oben zwei laufende, goldene, hersehende blaugezungte und blaubewehrte Löwen und unten gesäte, goldene Lilien über denen ein dreimal rot-weiß gestückter Schrägrechtsbalken liegt.

Die erste wissenschaftliche Ausgrabung im Département Eure fand 1685 in Houlbec-Cocherel statt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die gallo-römische Siedlung Gisacum in Le Vieil-Évreux entdeckt. Von 1830 bis zum Zweiten Weltkrieg (1939–1945) wurden die archäologischen Forschungen von lokalen Gelehrten wie Auguste Le Prévost, Jean Benoît Désiré Cochet, Léon Coutil, Léon de Vesly, Alphonse-Georges Poulain und Henri Gadeau de Kerville durchgeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden insbesondere durch den Einfluss von Michel de Boüard von der Universität Caen die Methoden der archäologischen Forschung in Eure verbessert. Die Ausgrabungen wurden von Spezialisten überwacht, waren aber immer noch auf die Arbeit von interessierten Freiwilligen angewiesen, bei denen es sich oft um Mitglieder archäologischer Gesellschaften handelte. Seit den 1980er Jahren werden die Ausgrabungen nur noch von Archäologen durchgeführt.[3]


Die Eure bei Garennes-sur-Eure
Ein Steingerät aus Feuerstein, behauen in Levalloistechnik, gefunden in Les Andelys; aus der Sammlung Léon Coutil, heute im Museum von Toulouse.
Gallische Stämme in Eure
Thermen von Gisacum in Le Vieil-Évreux
Illustrierte Karte von 1852
Gemeinden und Arrondissemente im Département Eure
Das Départementsarchiv in Évreux