Département Manche


Das Département Manche [mɑ̃ːʃ] ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 50. Es liegt im Norden der Region Normandie und ist nach dem Ärmelkanal benannt, der im Französischen La Manche heißt.

Das Département Manche wurde im Kontext der Französischen Revolution am 4. März 1790 als Teil der historischen Provinz Normandie geschaffen. Sein Verwaltungssitz war ursprünglich Coutances. Er wurde jedoch bereits 1796 nach Saint-Lô verlegt. Coutances übernahm vorübergehend wieder den Sitz der Präfektur, nachdem die Stadt Saint-Lô im Sommer 1944 während des Zweiten Weltkrieges bei der Alliierten Invasion in der Normandie vollständig zerstört worden war. Das Département wurde bei der Alliierten Invasion befreit.

Das Département war von 1960 bis 2015 ein Teil der Region Basse-Normandie, die 2016 in der Region Normandie aufging.

Weiterer bekannter Ort im Département Manche ist der Mont-Saint-Michel, der jährlich von 3,5 Millionen Touristen besucht wird.[1]

Der Zustand der Megalithanlagen, die die ältesten Denkmale im Département Manche sind, ist unterschiedlich. Zahlreiche illegale Ausgrabungen haben zu einem unwiederbringlichen Informationsverlust geführt. Was die Erhaltung von Denkmälern betrifft, so sind sie abgesehen von einer Handvoll Megalithen in einem desolaten Zustand.

Das wohl bedeutendste Bauwerk der Romanik im Département Manche ist die Klosterkirche Abbaye de Sainte-Trinité in Lessay, die im 11. und 12. Jahrhundert durch Eudes au Capel erbaut wurde und ein frühes Beispiel für ein Kreuzrippengewölbe darstellt. Ein weiteres wichtiges Bauwerk der Romanik ist die ebenfalls im 11. Jahrhundert erbaute Kirche der Abtei Cerisy-la-Forêt.[2]


Gemeinden und Arrondissemente im Département Manche
Kirche von Lessay