Darois


Darois ist eine französische Gemeinde im Département Côte-d’Or in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie gehört zum Arrondissement Dijon und zum 2014 gegründeten Kommunalverband Forêts, Seine et Suzon.

Die 505 Einwohner (1. Januar 2019) zählende Gemeinde Darois liegt zwölf Kilometer nordwestlich der Großstadt Dijon in einem hügeligen Gebiet südlich des Plateaus von Langres auf etwa 500 m über dem Meer. Das 8,12 km² umfassende Gemeindegebiet von Darois reicht im Nordwesten bis in das Tal des Suzon, einem Nebenfluss der Ouche. Hier und im Südosten der Gemeinde hat Darois Anteile am Waldgebiet Forêt Domaniale de Val-Suzon. Die höchste Erhebung bildet ein flacher Bergrücken im Norden namens Butte de Corniot mit 546 m über dem Meer. Nachbargemeinden von Darois sind Étaules im Norden, Hauteville-lès-Dijon im Südosten, Daix im Süden, Prenois im Westen sowie Val-Suzon im Nordwesten.

Erste menschliche Siedlungsspuren in und um Darois lassen sich auf die Jungsteinzeit zurückdatieren. An einem Felsvorsprung namens Châtelet Etaules – heute am Rand einer Felsformation des bewaldeten Sporns La Motte – wurden Reste eines Lagers gefunden. Ein frühes Gotteshaus ist in Darois bereits für das Jahr 438 belegt. Im 11. und 12. Jahrhundert – zur Zeit Papst Innozenz II. – hatte diese Kirche schon eine Filiale im benachbarten Étaules. Der Name des Dorfes entwickelte sich wie folgt:

Über die Namensherkunft des Dorfes gibt es zwei Theorien: eine lautet, dass er vom Namen eines Kriegers abgeleitet wurde; die zweite Hypothese deutet als Ursprung das gallische derwo für Eiche. Ab 1429 gehörte Darois zur Vogtei Dijon. 1677 wurde anstelle der alten baufälligen eine neue Kirche errichtet. Um die Hoheit über die kirchlichen Abgaben wurde lange zwischen den Äbten von Saint-Etienne und Saint-Seine gerungen. Schließlich entschied die apostolische Autorität des Abtes von Cîteaux, dass es eine jährlich abwechselnde Zugehörigkeit geben sollte. Darois lag an der historisch wichtigen Straßen- und Postverbindung von Lyon über Dijon zur Seine-Quelle und weiter seineabwärts über Troyes nach Paris und war lange eine Pferdewechsel-Station. Über den Status eines kleinen Bauerndorfes kam Darois aber nie hinaus (Ende des 18. Jahrhunderts zählte man etwa fünfzig Einwohner). Erst ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte ein signifikantes Bevölkerungswachstum ein, was auf preiswerten Wohnraum im Grünen für die Großstädter aus dem nahen Dijon zurückzuführen ist.[1]

Im Jahr 2017 wurde mit 493 Bewohnern die bisher höchste Einwohnerzahl ermittelt. Die Zahlen basieren auf den Daten von annuaire-mairie[2] und INSEE[3].


Kirche St. Martin
Flugplatz Dijon-Darois