Deckname


Ein Deckname, auch Tarnname oder Kryptonym, ist ein Name, der benutzt wird, um einen anderen Begriff, eine Sache oder die Identität einer Person oder einer Gruppe zu verschleiern. Auch eine Operation oder ein Projekt kann mit einem Decknamen geschützt werden, der in solchen Fällen oft Codename (oder Kodename) genannt wird. Der Deckname wird so gewählt, dass man nicht auf die wahre Bedeutung schließen kann.

Häufig finden Decknamen im militärischen Bereich, bei Nachrichtendiensten und in der Spionage Verwendung, aber auch in der Industrie, um Projekte vor der Öffentlichkeit und insbesondere vor Konkurrenten zu verheimlichen. Ein weiteres Gebiet jüngerer Entwicklung ist die Anonymität im Internet. In der Organisation Gehlen und im Bundesnachrichtendienst wurden/werden Decknamen für Personen (auch) als Dienstname bezeichnet und mit DN abgekürzt.[1]

Es gibt mehrere Unterschiede zum Begriff des Pseudonyms, das regelmäßig nur Personen eignet. Außerdem kann etwa bei Künstlernamen der Klarname durchaus bekannt sein, während es bei Decknamen auf die Geheimhaltung ankommt.

Pseudonyme sowie Nick- oder Benutzernamen im Internet sind fingierte Namen, die die wahre Identität einer Person verschleiern sollen. Pseudonymische Decknamen sind auch die Kampfnamen (etwa Subcomandante Marcos), und Decknamen im politischen Widerstand und von politisch Verfolgten. So nahm z. B. Herbert Frahm im Kampf gegen die Nationalsozialisten den Namen Willy Brandt an, den er nach dem Krieg als seinen offiziellen Namen eintragen ließ.

Der Ausdruck Kryptonym betont den verschlüsselnden Aspekt und wird mit recht verschiedenen Bedeutungen verwendet:

Typische Verschlüsselungen sind Anagramme (ein bekanntes Beispiele ist das Pseudonym von François-Marie Arouet, der sich Voltaire nannte), oder Verballhornungen.[5]