Deutsche Fußballnationalmannschaft


Die deutsche Fußballnationalmannschaft der Männer ist die Auswahlmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die den Fußballsport in Deutschland auf internationaler Ebene bei Länderspielen gegen Mannschaften anderer nationaler Verbände präsentiert. Den Kader nominiert der Bundestrainer des DFB. Bei seiner Auswahl stehen ihm alle Fußballspieler mit der deutschen Staatsangehörigkeit zur Verfügung, die (im Falle einer doppelten Staatsangehörigkeit oder vor der Einbürgerung) weniger als vier Spiele für die A-Nationalmannschaft eines anderen Fußballverbandes bestritten haben.

Die DFB-Auswahlmannschaft zählt weltweit zu den erfolgreichsten Nationalmannschaften. Sie wurde bisher viermal Weltmeister (1954, 1974, 1990 und 2014), dreimal Europameister (1972, 1980 und 1996) sowie einmal Konföderationen-Pokal-Sieger (2017). Hinzu kommen zahlreiche Halbfinal- und Finalteilnahmen bei Welt- und Europameisterschaften. Die Fußballnationalmannschaft wurde zehnmal zu Deutschlands Mannschaft des Jahres gewählt und ist in dieser Statistik führend.

Bereits zwischen 1898 und 1901 wurden mehrere inoffizielle Länderspiele gegen französische und englische Auswahlmannschaften ausgetragen. Sie werden vom DFB nicht als Länderspiele anerkannt und werden heute als Ur-Länderspiele bezeichnet. Diese Spiele waren alle von Walther Bensemann organisiert worden, der als einer der wichtigsten Pioniere des Fußballs in Deutschland gilt.

Schon 1900 bei der Gründung des Deutschen Fußball-Bundes wurde die Bildung einer „ständigen Bundesmannschaft“ zum Ziel erklärt.[4] Vor allem aufgrund der Probleme bei der Finanzierung einer Nationalmannschaft scheiterte immer wieder der Versuch, ein Länderspiel zu organisieren. Doch mit der Zeit wurde der Fußball immer populärer und so setzte man sich, nachdem man 1908 keine Mannschaft zu den Olympischen Spielen in London schicken konnte, das Ziel, eine Mannschaft für das olympische Fußballturnier 1912 aufzubauen.

Acht Jahre nach der Gründung des Deutschen Fußball-Bundes wurde am 5. April 1908 das erste offizielle Fußballländerspiel in der Geschichte des deutschen Fußballs ausgetragen. Die Bezeichnung für das Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz war „freundschaftlicher Länderkampf“. Damals gewannen im Landhof-Stadion zu Basel die Schweizer mit 5:3 gegen die Nationalauswahl des Deutschen Reiches. Für die Schweiz war es das dritte Länderspiel, die ersten beiden hatten sie gegen Frankreich verloren.


Deutsche Jubiläumsbriefmarke aus dem Jahr 2008: 100 Jahre deutsche Fußball-Länderspiele
Spieler und Funktionäre des DFB unmittelbar vor der Länderspielpremiere am 5. April 1908 in Basel
Die deutsche Nationalmannschaft am 1. Juli 1912 vor dem Rekordsieg gegen Russland
Das deutsche Fußballteam bei den Olympischen Spielen 1928
Bronzemedaille der WM 1934 (hier Exemplar von Otto Siffling in einer Ausstellung)
Horst Eckel, Weltmeister 1954, auf der Buchmesse in Frankfurt am Main 2004
Endspielaufstellungen 1954
WM-Finale 1954 gegen Ungarn, Torschuss von Hans Schäfer
Trainingslager in der Sportschule Malente, September 1965
Endspielaufstellungen 1966
Ehrenrunde mit WM-Pokal nach dem Finalsieg gegen die Niederlande
Endspielaufstellungen 1974
WM-Finale 1986: Burruchaga entwischt Briegel und erzielt das entscheidende 3:2
Endspielaufstellungen 1990
Die deutsche Nationalmannschaft mit Einlaufkindern vor dem EM-Gruppenspiel gegen Tschechien am 9. Juni 2004
Die deutsche Nationalmannschaft vor dem 2:1-Sieg in Wien im EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich am 3. Juni 2011
Die deutsche Nationalmannschaft vor dem 2:1-Sieg in Wien gegen Österreich am 11. September 2012
Mannschaftsaufstellungen im WM-Finale 2014
Die deutsche Nationalmannschaft nach Erhalt des WM-Pokals 2014
Die deutsche Mannschaft vor dem Finale des Konföderationen-Pokals gegen Chile
Startaufstellungen im Finale des Konföderationen-Pokal
Sepp Herberger (1956)
Jupp Derwall (2004)
Franz Beckenbauer (1990)
Berti Vogts (2006)
Rudi Völler (2002)
Jürgen Klinsmann (2008)
Joachim Löw (2011)
Hansi Flick (2011)
Fritz Walter (1956)
Gerd Müller 1967 beim Signieren von Fußbällen, im Hintergrund Franz Beckenbauer und Werner Olk
Gottfried Fuchs
Jens Lehmann hält die längste Serie ohne Gegentor, er verzeichnet auch die beste Null-Gegentor-Quote unter allen Torhütern mit mindestens 20 Einsätzen
Wortmarke
Logo der DFB-Akademie
Fans der Nationalmannschaft bei der WM 2018
Platzierung und relative Punktzahl in der FIFA-Weltrangliste