DJK-Sportverband


Der DJK-Sportverband (DJK) ist der katholische Sportverband in Deutschland mit über 476.000 Mitgliedern in ca. 1.100 Vereinen. Er ist heute für alle offen, die seine Ziele mittragen.

Die drei Buchstaben DJK stehen für Deutsche Jugendkraft. Das Wort „Jugendkraft“ ist keine Erfindung der Gründer des DJK-Sportverbandes, es war in der Zeit der Gründung – in der Blütezeit der Jugendbewegung, Ende des 19. Jahrhunderts – ein häufig verwendeter und selbsterklärender Ausdruck der Alltagssprache, der auch in anderen Kulturen, Sprachen und Sportbereichen verwendet wurde (z. B. Italien: Juventus; von lat. iuventus ‚die Jugend‘). Es soll die Summe aller positiven, kraftvollen, kreativen Eigenschaften der Jugendzeit schlechthin bedeuten, ohne dass diese damit auf den Lebensabschnitt Jugend begrenzt wären.

Nachdem im 19. Jahrhundert schon die bürgerlichen Turn- und Sportvereine und die Arbeitersportvereine entstanden sind, wurde der DJK-Sportverband 1920 in Würzburg unter Federführung von Prälat Carl Mosterts gegründet. Während der nationalsozialistischen Herrschaft wurden 1933 die ersten Ortsvereine der DJK aufgelöst. Der Reichsführer der DJK, Adalbert Probst, wurde am 1. Juli 1934 von der Gestapo im Zuge des sogenannten „Röhm-Putschs“ verhaftet und am 2. Juli erschossen. Unmittelbar danach wurden zahlreiche örtliche DJK-Vereine verboten, oft auf Betreiben der Hitlerjugend, die in der DJK eine Konkurrenz sah.[2] 1935 wurde die DJK im Rahmen der Gleichschaltung der Sportorganisationen, ebenso wie alle anderen konfessionellen Sportorganisationen, auch reichsweit verboten.[3]

Die Wiedergründung des DJK-Sportverbandes als Dachverband des katholischen Sports erfolgte 1947 unter dem Namen „Verband für Sportpflege in katholischer Gemeinschaft“. Über die Frage, ob die DJK wie vor dem Krieg aber als rein katholischer Verband mit einem eigenen Spielbetrieb („DJK Zentralverband“) oder als in den weltanschaulich neutralen DSB integrierte Organisation („DJK Hauptverband“) verstanden werden sollte, gab es einen heftigen Richtungsstreit. Erst 1961 schlossen sich die bis dahin getrennten DJK-Verbände im Mannessport zusammen.

1947 betrieb Prälat Ludwig Wolker die Einigung der oftmals gegeneinander agierenden Sportverbände und trug so maßgeblich zur Gründung des Deutschen Sportbundes im Jahr 1950 bei.[4]

1970 vereinigten sich die bis dahin getrennten katholischen Verbände im Mannes- und Frauensport. Heute sieht sich der DJK-Sportverband als Mittler zwischen Kirche und Sport, orientiert an christlichen Grundsätzen.