Deutsche Sprache


Russland Russland[19]
Kasachstan Kasachstan[20]
Kirgisistan Kirgisistan[21]
Slowakei Slowakei[4]
Tschechien Tschechien[22]
Ungarn Ungarn[23]
Sudafrika Südafrika[24]
Ukraine Ukraine [25]

Die deutsche Sprache bzw. Deutsch ([dɔɪ̯tʃ];[26] abgekürzt dt. oder dtsch.) ist eine westgermanische Sprache, die weltweit etwa 90 bis 105 Millionen Menschen als Muttersprache und weiteren rund 80 Millionen als Zweit- oder Fremdsprache dient.

Das Deutsche ist eine plurizentrische Sprache, enthält also mehrere Standardvarietäten in verschiedenen Regionen. Ihr Sprachgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Deutschschweiz, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien, Südtirol, das Elsass und Lothringen sowie Nordschleswig. Außerdem ist Deutsch eine Minderheitensprache in einigen europäischen und außereuropäischen Ländern, z. B. in Rumänien und Südafrika sowie Nationalsprache im afrikanischen Namibia. Deutsch ist die meistgesprochene Muttersprache in der Europäischen Union (EU).[27]

Ursprünglich bestand der deutsche Sprachraum aus einer Vielzahl von Mundarten innerhalb eines Dialektkontinuums, das sich aufgrund der zweiten (hochdeutschen) Lautverschiebung in hochdeutsche (oberdeutsche und mitteldeutsche) und niederdeutsche Mundarten einteilen lässt.

Die Standardsprache mit ihren Standardvarietäten, Deutsch oder Hochdeutsch genannt, ist das Ergebnis bewusster sprachplanerischer Eingriffe. Das Standarddeutsche überspannt als Dachsprache den Großteil der Mundarten des Dialektkontinuums.

Die Germanistik erforscht, dokumentiert und vermittelt die deutsche Sprache und Literatur in ihren historischen und gegenwärtigen Formen. Die deutsche Gegenwartssprache umfasst einer neueren Untersuchung nach mehr als fünf Millionen Wörter, fast ein Drittel mehr als noch vor 100 Jahren.[28]


Werbung für die deutsche Sprache an der Deutschen Botschaft Prag
Der westgermanistische Sprachraum (ohne Altenglisch) im Frühmittelalter.[38]
Legende:
  • Altniederländische Varietäten
  • Althochdeutsche Varietäten
  • Altfriesische Varietäten
  • Altsächsische Varietäten
  • Markierung des kontinentalwestgermanischen Dialektkontinuums
  • Darstellung des deutschen Sprachraums des Sprachforschers Karl Bernhardi aus dem Jahr 1843.
    Diese Karte aus der Zeit der frühesten Germanistik enthält einige historische Besonderheiten: So werden u. a. Schwedisch und Dänisch der deutschen Sprache untergeordnet, erscheint das Englische als unverwandt und werden das Niederländische, Friesische und „Sassische“ zusammenfassend als „Niederdeutscher Sprachstamm“ dargestellt.
    Titelblatt des deutschen Wörterbuches von Johann Christoph Adelung 1774
    Titelblatt zum ersten Band des Deutschen Wörterbuches
    Deutscher Sprachgebrauch im 21. Jahrhundert: Mischung aus Deutsch, Englisch und Französisch in einem Bekleidungshaus
    Die nationalen und regionalen Varietäten der deutschen Standardsprache
    Deutsches Sprachgebiet um 1900 (nach Wiesinger und König[57][58][59][60]) mit den folgenden dialektalen Großgruppen:
  • Deutsche Sprachinseln in fremdsprachigem Gebiet
  • Karte auf der Basis des Clusterings der Ausspracheabstände deutscher Dialekte.[61]
  • Niederdeutscher Cluster

  • Ostmitteldeutscher Cluster

  • Oberdeutscher Cluster

  •  Ripuarischer Cluster

  • Niederrheinisch-Westmünsterländischer Cluster
  • (Beschreibung siehe folgendes Bild)
  • Deutsch ist offizielle oder ko-offizielle Amtssprache (de jure oder de facto) und Muttersprache der Bevölkerungsmehrheit
  • Deutsch ist eine ko-offizielle Amtssprache, doch nicht Muttersprache der Bevölkerungsmehrheit
  • Deutsch (oder eine Varietät des Deutschen) ist eine rechtlich anerkannte Minderheitensprache (Quadrate bei zu geringer geografischer Ausdehnung/zu dünner Verteilung)
  • Deutsch (oder eine Varietät des Deutschen) wird von einer nennenswerten Minderheit gesprochen (>50.000), hat jedoch keinen rechtlichen Status
  • Deutsch-friesische Beschilderung an der Polizeidirektion Husum, Nordfriesland
    Deutsch-ungarische Ortstafel Oberwart, Burgenland
    Ein viersprachiges Schild in der Schweiz: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.
    Zweisprachiges Ortsschild in Luxemburg: Die kursive luxemburgische Bezeichnung (Waarken) ist dem amtlichen französischen Namen (Warken; hier identisch mit dem hochdeutschen Namen) untergeordnet.
    Zweisprachiges Hinweisschild in Luxemburg
    Französisch-elsässisches Straßenschild in Straßburg
    Dreisprachige Beschilderung in Gröden (Südtirol) auf Ladinisch, Deutsch und Italienisch
    Viersprachige Beschriftung des Regionalrats von Friaul-Julisch Venetien in Triest
    Zweisprachige Beschriftung am Gemeindeamt von Cisek/Czissek in der Woiwodschaft Opole, Polen
    Zweisprachiges Ortseingangsschild von Sibiu/Hermannstadt, Rumänien
    Zweisprachiges Straßenschild in Sopron/Ödenburg, Ungarn
    Gemeinden im Bundesstaat Espírito Santo mit Deutsch als zweiter Amtssprache (Stand 2018)
    Straßenschild in Windhoek, Namibia
    Kenntnisse der deutschen Sprache in den Ländern der Europäischen Union, einigen ihrer Beitrittskandidaten und der Schweiz und Liechtenstein laut einer Studie von Eurobarometer aus dem Jahr 2006.