Deutsches Jugendinstitut


Das Deutsche Jugendinstitut e. V. (DJI) ist ein sozialwissenschaftliches Institut für Forschung und Entwicklung in Deutschland in den Themenbereichen Kindheit, Jugend, Familie und den darauf bezogenen Politik- und Praxisbereichen. Das Deutsche Jugendinstitut wurde auf Beschluss des Deutschen Bundestages gegründet und besteht seit 1963[1][2]. Es hat seinen Sitz in München und eine Außenstelle in den Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale).

Das DJI ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut, das Themen an der Schnittstelle zwischen unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen, föderalen Ebenen, Akteursgruppen, Politikbereichen und Fachpraxen bearbeitet. Es will dabei als Vermittlungsinstanz zwischen Wissenschaft, Politik und Fachpraxis fungieren.

Das Direktorium setzte sich bis Ende September 2021 zusammen aus dem Direktor Thomas Rauschenbach, der stellvertretenden Direktorin Sabine Walper und der Verwaltungsdirektorin Astrid Fischer. Neue Direktorin ist seit 1. Oktober 2021 Sabine Walper.[3] Zum 31. Dezember 2018 waren 390 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit beschäftigt.[4] Von diesen Beschäftigten waren 252 wissenschaftliche Angestellte, 41 wissenschaftliche Hilfskräfte, 23 studentische Hilfskräfte und 74 Beschäftigte aus dem nicht-wissenschaftlichen Bereich (Verwaltung, Abteilung Wissenschaftliches Referat beim Vorstand und IT-Gruppe). Träger des 1963 gegründeten Instituts ist ein gemeinnütziger Verein mit Mitgliedern aus Politik, Wissenschaft, Verbänden und Institutionen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Der institutionelle Etat wird aber ganz überwiegend aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und zu einem kleineren Teil von den Bundesländern finanziert. Im Rahmen der Projektförderung kommen weitere Zuwendungen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie u. a. von Stiftungen, der Europäischen Kommission und von Institutionen der Wissenschaftsförderung.

Das Institut stellt die Geschäftsführungen für die Sachverständigenkommissionen zur Erstellung der Kinder- und Jugendberichte sowie der Familienberichte der Bundesregierung und wirkt zudem bei der nationalen Bildungsberichterstattung mit. Es informiert Politik, Fachpraxis sowie die interessierte (Fach-)Öffentlichkeit regelmäßig über seine Forschungsaktivitäten und -ergebnisse. Unter anderem mit der vier Mal jährlich erscheinenden Zeitschrift DJI Impulse (bis 2008 als DJI Bulletin) mit einer zusätzlichen englischsprachigen Ausgabe ebenso wie mit Büchern des DJI-Verlags, DJI-Buchreihen in Fremdverlagen sowie eine Fülle von Informationsmaterialien aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten.


Gebäude in München (2014)