Dole


Dole (deutsch: Datteried) ist eine französische Stadt mit 23.711 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Jura, Region Bourgogne-Franche-Comté.

Dole liegt im Bereich der westlichen Peripherie der Franche-Comté, auf halbem Weg (jeweils 45 km), etwas südlich zwischen Dijon und Besançon. Die Stadt liegt am Doubs und am parallel verlaufenden Rhein-Rhône-Kanal.

Dola[1] wurde 1422 Hauptstadt und Parlamentssitz der Freigrafschaft Burgund (Franche-Comté) im Burgundischen Reichskreis. In diesem Jahr wurde eine Universität durch den Herzog von Burgund Philipp den Guten gegründet. Die Universität Dole wurde eine der wichtigsten Ausbildungsstätten für Zivilrecht und Kanonisches Recht in Westeuropa.

1479 belagerte der französische König Ludwig XI. die habsburgische Stadt, eroberte die Stadt gegen den heftigen Widerstand der Einwohner und steckte sie in Brand. Der Widerstand der Einwohner blieb stark und die Stadt wurde 1493 von den Franzosen mit dem Vertrag von Senlis an die Habsburger zurückgegeben. Dieser Friedensvertrag nach dem Burgundischen Erbfolgekrieg zwischen den Habsburgern und Frankreich regelte den umstrittenen Besitz des Hauses Burgund, nach dem Tod von Karl dem Kühnen, der ohne männliche Erben war.

Auch bei der Belagerung durch französische Truppen im Jahr 1636 im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges unter Leitung von Henri II. de Bourbon-Condé leisteten die Einwohner bei der 80 Tage dauernden Belagerung von Mai bis August so heftigen Widerstand, dass von den ursprünglich 4500 Einwohnern nur 662 Einwohner das Ende der Belagerung erlebten. Den Franzosen gelang es nicht, den Widerstand der Stadt zu brechen und Condé erhielt am 8. August 1636 den Befehl, die Belagerung von Dole abzubrechen und mit seinen Truppen in die Picardie zu ziehen, wo die französische Grenzfestung Corbie zurückerobert werden musste. Als letzte Möglichkeit, die Stadt zur Aufgabe zu zwingen, wurde ihm erlaubt, die seit langem vorbereitete Minensprengung durchzuführen. Daraufhin ergab sich am 13. August vor den Mauern der Stadt eine dramatische Situation. In Sichtweite der Stadt erschien ein kaiserlich-lothringisches Entsatzheer, das die französischen Belagerungstruppen vertreiben sollte. Gleichzeitig zündeten die französischen Truppen die Mine. Die Explosion hinterließ einen so riesigen Krater, dass nun im Angesicht der anrückenden Entsatztruppen eine Erstürmung der Stadt erst recht nicht mehr möglich war.[2] Am Ende der Belagerung äußerte Richelieu eine gewisse Bewunderung für den Widerstandsgeist der Einwohner, den er sich für seine eigenen Truppen gewünscht hätte.


Belagerung von Dole durch die Franzosen im Jahr 1674
Louis Pasteur