Dolní Ples t. Vodní Ples


Dolní Ples t. Vodní Ples (deutsch Unter Ples, auch Wasserples) ist ein Ortsteil der Gemeinde Rasošky in Tschechien. Er liegt zwei Kilometer südlich von Jaroměř und gehört zum Okres Náchod. Dolní Ples war der unterste Teil des Dorfes Ples, in das zwischen 1780 und 1787 die Festung Josefstadt hineingebaut wurde.

Dolní Ples befindet sich an der Einmündung des Baches Novopleský potok auf einer Anhöhe am linken Ufer der Elbe. Südlich liegt der Militärfriedhof Josefov.

Nachbarorte sind Rejska und Jaroměř im Norden, Josefov im Nordosten, Nový Josefov im Osten, Nový Ples im Südosten, Lumera und Rasošky im Süden, Černožice, Čáslavky und Zálabí im Südwesten, Semonice im Westen sowie Jezbiny im Nordwesten.

Das Dorf Ples wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert durch deutsche Kolonisten gegründet und als Waldhufendorf angelegt. Es erstreckte sich am Rande des Waldes Rasošky über fünfeinhalb Kilometer entlang der Metuje bis an die Elbe.

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes erfolgte im Jahre 1186 als Plessov. Die Pfarrkirche St. Ägidius war seit 1271 nachweisbar. Ples bildete ein landtäfliges Gut. Im Ort befand sich eine Feste, die Sitz eines Zweigs des Vladikengeschlechts Heřmanský von Sloupno war. Zu den Besitzern gehörte Vyšemír von Heřmanice, der zwischen 1357 und 1368 das Kirchpatronat in Ples und Heřmanice innehatte. Ab 1371 besaßen dessen Söhne Petr genannt Pašek und Věnek gemeinschaftlich das Gut Ples, 1380 erwarben sie auch einen Anteil von Lochenice. Ihre Nachfahren verwendeten das Prädikat Ples Heřmanský von Sloupno. Nach 1415 gehörte Ples dem Ješek von Lochenice und Ples, danach einem anderen Familienzweig, der sich Plesský von Levín nannte. Jan von Levín ist bis 1495 als Besitzer von Ples nachweislich, ab 1496 gehörte das Gut dem Věnek Ples Heřmanský von Sloupno auf Heřmanice. Dieser erwarb 1496 die wüste Feste Zátluky mit dem wüsten Hof und schlug sie dem Gut Ples zu. Das Gut Heřmanice veräußerte er vor 1502 an Zdeněk Salava von Lípa. Václav Ples Heřmanský von Sloupno erwarb 1515 auch das Gut Třebovětice. Ab 1571 waren Kryštof Ples Heřmanský von Sloupno und dessen Frau Johanka Zárubová Besitzer der Güter Ples und Rodov. Aus dem ältesten Smiřicer Urbar von 1588 geht hervor, dass zu dieser Zeit bereits ein Teil des Dorfes Ples zur Herrschaft Smiřice gehörte. 1591 erbte Bohuslav Záruba von Hustířan das Gut Ples. Dessen Söhne Wenzel d. J. und Hertvik teilten die väterlichen Güter Třebovětice und Ples 1597 unter sich auf, wobei ersterer Ples erhielt. Er verkaufte das Gut Ples mit dem Hof, seinem Anteil des Dorfes und einer Mühle an der Mettau 1601 an Jan Rudolf Trčka von Lípa, der es mit seiner Herrschaft Smiřice verband. Die Feste Ples wurde in Smiřicer Urbaren von 1619 als von unten aus Stein gebautes Schloss beschrieben.[1]


Ortsansicht