Elfenbeinküste


Die Elfenbeinküste (amtsdeutscher Name: Republik Côte d’Ivoire,[5][6] französisch République de Côte d’Ivoire [ʁepyˈblik də kotdiˈvwaʁ]) ist ein Staat in Westafrika. Er grenzt an Liberia, Guinea, Mali, Burkina Faso und Ghana und im Süden an den Atlantischen Ozean.

Der Staat – der am 7. August 1960 die Unabhängigkeit von Frankreich erlangte – war jahrzehntelang politisch stabil und wurde durch die Einheitspartei PDCI (Parti Démocratique de Côte d’Ivoire) des damaligen Präsidenten Houphouët-Boigny regiert. Exporterlöse aus Kakao und Kaffee garantierten einen relativen Wohlstand. Bis heute ist die Elfenbeinküste der weltweit größte Exporteur von Kakao. Innere Spannungen führten 1990 zum Ende der PDCI-Herrschaft. Mit zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch den Verfall der Kakaopreise eskalierten die Konflikte und führten zu einem bürgerkriegsähnlichen Zustand, der den Staat 2002 in zwei Teile zerriss. Seit dem Friedensvertrag von 2007 wird an der Versöhnung und Wiedervereinigung der Elfenbeinküste gearbeitet. Seitdem zählt sie wieder zu den am schnellsten wachsenden Wirtschaften Afrikas.

Seit 1983 ist Yamoussoukro die offizielle Hauptstadt. Der Regierungssitz befindet sich in der früheren Hauptstadt Abidjan, die auch weiterhin das wirtschaftliche und politische Zentrum des Staates darstellt.

Der Süden der Elfenbeinküste hat eine 515 Kilometer lange Küstenlinie am Atlantischen Ozean, am westlichen Ende des Golfs von Guinea. Die Länge der Landesgrenzen zu den Nachbarstaaten sind: Burkina Faso 545 km, Ghana 720 km, Guinea 816 km, Liberia 778 km und Mali 599 km. Das Relief ist eher flach, das Oberflächenprofil ist von Ebenen und Hochebenen gekennzeichnet. Allein der Westen des Landes weist Höhen von mehr als 1000 Metern über dem Meeresspiegel auf. Hier, genau auf der Grenze zu Guinea, befindet sich der Mont Nimba, der mit 1752 m der höchste Berg beider Staaten ist.[7] Der Norden des Landes wird auch von einem Teil der Oberguineaschwelle durchzogen. Davon abgesehen sind die restlichen Ebenen zwischen 200 und 350 Meter hoch gelegen.

Die höheren Plateaus haben schroffe Formen und sind aus hartem Material. Die niedriger gelegenen Ebenen haben sanftere Formen und sind in der Regel aus lockererem Material. Weiträumige, platte Gegenden charakterisieren die Savannenlandschaften wie auch die kleinen Savanneneinschlüsse in den Regenwaldgebieten. Das dominierende Element der Ebenen und Hochebenen ist eine eisenhaltige Kruste, die an der Oberfläche als rostfarbene Platten sichtbar ist, häufig jedoch von Sand, Kies oder feinerem Material verdeckt wird.[8]


Blick über den Regenwald im Nationalpark Taï im Westen der Elfenbeinküste
Die Stoßzähne des Elefanten gaben dem Land seinen Namen
Bevölkerungsentwicklung der Elfenbeinküste
Bevölkerungspyramide der Elfenbeinküste (2020)
Völker der Elfenbeinküste:
In grün die Kwa-Völker,
in gelb und gelbgrün die Mande-Völker,
in orange die Southern Mande,
in blau die Kru-Völker und
in lila die Voltaic-Gur-Völker
Moschee von Kong (nördliche Elfenbeinküste)
Schüler im Klassenzimmer eines ivorischen Gymnasiums
Eingang zur Staatlichen Schule für Statistik und angewandte Ökonomie in Abidjan
Ankündigung einer Impfkampagne gegen Polio, der Gabe von Vitamin A und von Antiparasitika für Kinder zwischen 0 und 5 Jahren im Oktober 2017 in Dimbokro
Entwicklung der Lebenserwartung
Aufteilung der Elfenbeinküste in von Regierungstruppen kontrollierten Süden und von den Forces Nouvelles gehaltenen Norden ab Mai 2005, dazwischen die bis 2007 unter Kontrolle der ONUCI und der französischen Armee eingerichtete Pufferzone
Kindersoldat in der Elfenbeinküste, Afrika“, Gilbert G. Groud, 2007, Mischtechnik Tusche und Wachs
Alassane Ouattara, Präsident seit 2011
Sitzverteilung in der Nationalversammlung seit den Wahlen von 2000
Justizpalast in Abidjan
Conseil économique et social
Distrikte der Elfenbeinküste
Kaffeekirschen
Kochbananen und Yams auf einem traditionellen Markt
Überlandbus
Ein Taxi-Brousse
Internationaler Personenzug der Abidjan-Niger-Bahn bei der Einfahrt in den Bahnhof Dimbokro
Moschee von Kong