Fix und Foxi


Fix und Foxi (abgekürzt FF) ist ein deutsches Comic-Magazin. Seine Titelfiguren wurden von Rolf Kauka geschaffen. Das Heft wurde mit Unterbrechungen zwischen 1953 und 2010 herausgegeben.

Rolf Kauka veröffentlichte 1947 ein erstes Fachbuch unter dem Signet Kauka Verlag, war jedoch zunächst Anfang der 1950er Jahre in München vorwiegend als Verleger von Romanheften tätig. Im Mai 1953 brachte er sein erstes Comicheft unter dem Titel Till Eulenspiegel auf den Markt. Hauptfigur war eine modernisierte Version der gleichnamigen deutschen Volksbuchgestalt. Zu ihm gesellte sich ab der zweiten Ausgabe auch Baron Münchhausen mit seinen klassischen Lügengeschichten. In Heft 6 traten dann, angelehnt an Fabelfiguren wie Reineke Fuchs und Isegrim, der Wolf, in einer Kurzgeschichte zum ersten Mal Fix und Foxi auf, die bald zu Publikumslieblingen wurden.

Entworfen hatte die beiden Füchse nach eigenem Bekunden Rolf Kauka selbst, gezeichnet wurden sie zunächst von dem Münchener Kunstmaler und Illustrator niederländischer Herkunft Dorul van der Heide. Anfangs noch recht naturalistisch gehalten, nach Art traditioneller Bilderbücher mit etwas Inspiration durch Edmond Calvo („Die Bestie ist tot!“),[1] entwickelte sich der Zeichenstil rasch in Richtung konventioneller (Funny-)Comic. Dies entsprach der schnell wachsenden Erfahrung, war aber sicher auch dem enormen Produktionsdruck zu verdanken. Die ersten rund 30 Eulenspiegel-Ausgaben (à 24 Seiten, durchgehend vierfarbig) zeichneten die Comic-Autodidakten van der Heide und sein Assistent Werner Hierl, den er dafür eigens engagiert hatte, nahezu allein. Der angestrebte 14-tägliche Erscheinungsrhythmus konnte so allerdings nicht erreicht werden und pendelte sich bei ca. dreiwöchentlich ein.


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