Fort Lauderdale


Fort Lauderdale, Spitzname Venice of America („das Venedig Amerikas“), ist eine Stadt und der County Seat des Broward County im US-Bundesstaat Florida. Das U.S. Census Bureau hat bei der Volkszählung 2020 eine Einwohnerzahl von 182.760[2] ermittelt. Das Stadtgebiet hat eine Größe von 93,3 km². Nach Miami und Hialeah ist Fort Lauderdale die drittgrößte Stadt der Metropolregion Miami.

Fort Lauderdale liegt etwa 30 km nördlich von Miami. Folgende Kommunen grenzen im Uhrzeigersinn an das Stadtgebiet: Hollywood, Dania Beach, Davie, Plantation, Lauderhill, Lauderdale Lakes, Oakland Park, Wilton Manors, Tamarac, North Lauderdale, Pompano Beach, Lauderdale-by-the-Sea und Sea Ranch Lakes.

Fort Lauderdale befindet sich in den Subtropen. Jedoch herrscht direkt an der Ostküste Südfloridas begünstigt durch den Golfstrom ein Klima tropischen Charakters und wird daher in der Effektiven Klimaklassifikation nach Köppen als Af klassifiziert. Die niedrigste durchschnittliche Monatstemperatur liegt bei 18,9 °C und im trockensten Monat fallen durchschnittlich 60,71 mm Niederschlag.

Die Atlantische Hurrikansaison dauert offiziell vom 1. Juni bis 30. November des Jahres.[4] Die beiden letzten direkten Treffer eines Hurrikans waren Katrina und Wilma im Jahr 2005. Frühere Sturmereignisse waren unter anderem Hurrikan Cleo 1964 und Hurrikan King 1950.

Seit mehr als einem Jahrtausend war die Gegend des später gegründeten Fort Lauderdale Heimat des indigenen Stammes der Tequesta,[5] bevor spanische Konquistadoren im Verlauf des 16. Jahrhunderts dort eindrangen. Die von den Eroberern eingeschleppten Krankheiten, dazu die kriegerischen Konflikte der Eingeborenen mit dem benachbarten Stamm der Calusa, führten zu einem massiven Bevölkerungsschwund bei den Ureinwohnern.[6] Die wenigen Überlebenden wurden 1763 nach Kuba verschifft, als die Spanier nach dem Siebenjährigen Krieg gemäß dem Pariser Frieden Florida an die Briten abtraten.[5] Aufgrund der oft wechselnden Besitzverhältnisse zwischen Spanien, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten und den Konföderierten Staaten von Amerika entwickelte sich die Gegend bis ins 20. Jahrhundert hinein kaum.

Die Gegend um Fort Lauderdale wurde vor dem 20. Jahrhundert auch als New River Settlement bekannt. In den 1830er Jahren entstanden entlang des New River etwa 70 Siedlungen. In dieser Zeit ließ sich hier auch der Pionier William Cooley nieder. Am 6. Januar 1836 wurde er jedoch von Seminolen angegriffen, dabei wurden seine Ehefrau und deren Kinder getötet. Obwohl die anderen weißen Einwanderer nicht angegriffen wurden, gaben alle ihre Siedlungen auf und flohen zuerst nach Key Biscayne und darauf nach Key West.[7]


Las Olas Boulevard
New River Inn
Int’l Swimming Hall of Fame
Stranahan House
Lockhart Stadium (2008)
Fort Lauderdale Beach im März 2013
Port Everglades
Interstate 95 mit der Skyline von Fort Lauderdale im Hintergrund