Franz Beckenbauer


Franz Anton Beckenbauer (* 11. September 1945 in München), Spitzname „Kaiser“, ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler, -trainer und -funktionär. Während seiner Profikarriere von 1964 bis 1983 spielte er überwiegend beim FC Bayern München sowie bei Cosmos New York und dem Hamburger SV. Seine größten sportlichen Erfolge waren die Gewinne der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 als Mannschaftskapitän und der WM 1990 als Teamchef. Er ist einer von nur drei Fußballern (neben Mário Zagallo und Didier Deschamps), die sowohl als Spieler als auch Teamchef Weltmeister wurden.

Beckenbauer war von 1994 bis 2009 Präsident des FC Bayern München, 2009 wurde er Ehrenpräsident.[1] Zudem war er Präsident des Organisationskomitees der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern München AG. Von 1998 bis 2010 gehörte er als einer der DFB-Vizepräsidenten dem DFB-Präsidium an und war von 2007 bis 2011 Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees.

Franz Beckenbauer wurde 1945 als zweiter Sohn des Postobersekretärs Franz Beckenbauer sen. (1905–1977) und dessen Frau Antonie (* 23. Juni 1913; † 11. Januar 2006, geborene Hupfauf) in München-Giesing geboren und wuchs mit seinem vier Jahre älteren Bruder Walter auf.[2] Sein Onkel Alfons Beckenbauer war ebenfalls für den FC Bayern München aktiv und Spieler der deutschen Arbeiternationalmannschaft.

Beckenbauer wohnte in den 1970ern in Grünwald. 1977 verlegte er seinen Wohnsitz nach Sarnen im Schweizer Kanton Obwalden.[3] Ab 1982 lebte er im österreichischen Oberndorf in Tirol und seit 2005 in Salzburg, während er beruflich nach wie vor in Deutschland tätig ist.

Beckenbauer ist ein leidenschaftlicher Golfspieler. Sein ältestes Kind ist der Sohn Thomas (* 1963). In erster Ehe war er bis 1990 mit der Sekretärin Brigitte Beckenbauer (1945–2021) verheiratet. Aus den Verbindungen gingen die Söhne Michael (* 1966) und Stephan Beckenbauer (1968–2015) hervor. Von 1977 bis 1988 war Beckenbauer mit der Fotografin Diane Sandmann zusammen. Von 1990 bis 2002 war Beckenbauer in zweiter Ehe mit Sybille Beckenbauer verheiratet.[4] Mit Heidrun Burmester, mit der er seit 2006 verheiratet ist,[5] hat er den Sohn Joel Maximilian (* 2000) und die Tochter Francesca Antonie (* 2002).[6]

Beckenbauer lernte das Fußballspielen beim SC 1906 München, dessen Vereinsgelände im Stadtteil Giesing in unmittelbarer Nähe seines Elternhauses liegt. Als 12-Jähriger plante er 1958 den Wechsel zum TSV 1860 München. Als er während eines Spiels gegen eben jenen Verein mit dem Gegenspieler Gerhard König aneinandergeriet und dieser ihm eine Ohrfeige gab, änderte Beckenbauer seine Pläne und wechselte stattdessen zum FC Bayern München.[7]


In dem Haus Zugspitzstraße 6 in München-Giesing (Mitte) wuchs Franz Beckenbauer auf. Unmittelbar gegenüber (im Bildvordergrund) der Sportplatz des SC München von 1906.
Beckenbauer (rechts) mit Fritz Walter, ganz links Helmut Schön, Malente (1965)
Beckenbauer (links), Cajkovski (Mitte), 1967
Das Trikot Beckenbauers bei den New York Cosmos
Beckenbauer bei der WM 1974
Beckenbauer mit Gerd Müller (links) und Helmut Schön (rechts) nach dem Finale der WM 1974
Im November 1990 wurde Beckenbauer mit dem Bambi ausgezeichnet
Beckenbauer (2. v. l.) in Costa Rica (2006)
Beckenbauer beim Sportpressefest in Kiel, 1983
Beckenbauer mit dem WM-Pokal (1974)
Autogramm von Franz Beckenbauer (März 1999)