Haifa


Haifa (modernhebräische Aussprache [xɛˈfa][2], auch [xejˈfa], umgangssprachlich oft [ˈxɛfa] oder [ˈxajfa];[3] arabisch حيفا, DMG Ḥayfā ['ħajfa], Aussprache im lokalen arabischen Dialekt [ˈħeːfa]) ist mit 281.087 Einwohnern im Jahr 2017[4] die drittgrößte Stadt Israels (nach Jerusalem und Tel Aviv). Die heutige Großstadt an der Mittelmeerküste existiert seit Mitte des 18. Jahrhunderts und war bis Mitte der 1940er Jahre eine überwiegend arabische Stadt; bereits seit der Antike existierten Siedlungen an dieser Stelle. Im Großraum Haifa leben etwa 600.000 Menschen. Zu ihm gehören auch die Städte der Krajot, Tirat Carmel, Daliyat al-Karmil und Nescher. Im November 2018 gewann die Sozialdemokratin Einat Kalisch-Rotem die Bürgermeisterwahl gegen den bisherigen Amtsinhaber Jona Jahaw. Es ist das erste Mal seit der Staatsgründung Israels vor 70 Jahren, dass eine Frau Bürgermeisterin in einer Großstadt wird.[5]

Haifa liegt in Nordisrael an der Bucht von Haifa und am nördlichen Abhang des Karmelgebirges am Mittelmeer. Am nordwestlichen Stadtrand befindet sich Israels größter Seehafen.

Haifa hat ein mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und kühlen, regnerischen Wintern. Nach der effektiven Klimaklassifikation von Wladimir Peter Köppen und Rudolf Geiger wird dies als Csa (Heiße Sommer Mittelmeerklima) klassifiziert. Der Frühling beginnt im März, wenn die Temperaturen zu steigen beginnen. Bis Ende Mai erfolgt eine deutliche Erwärmung, die die heißen Sommertage ankündigt. Die durchschnittliche Temperatur im Sommer beträgt 26 °C und im Winter 12 °C. Schnee ist in Haifa selten, aber Temperaturen um 3 °C sind unter Umständen möglich, meist in den frühen Morgenstunden. Die Luftfeuchtigkeit ist das ganze Jahr über eher hoch, Regen tritt meist zwischen September und Mai auf. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt etwa 538 l/m².

Durch die Lage am Berghang hat Haifa eine besondere städtische Gliederung. Die verschiedenen Stadtteile steigen vom Meeresniveau bis auf eine Höhe von etwas über 400 m an. Dabei lassen sich drei Bebauungsgebiete unterscheiden:

Die verschiedenen Ebenen Haifas werden durch die einzige Untergrundbahn Israels, die Karmelit, verbunden.

In der Kebara-Höhle am westlichen Steilhang des Karmel, südlich von Haifa, wurde 1983 bei archäologischen Ausgrabungen eine 60.000 Jahre alte Begräbnisstätte eines Neandertalers gefunden. Einem schädellosen Kiefer konnte noch ein Zungenbein zugeordnet werden, was den Schluss zulässt, dass dieser Mann zur Lautsprache fähig war. Anthropologen aus Durham vermuten, dass die Vorfahren der Neandertaler bereits vor mehr als 300.000 Jahren sprechen konnten.


Haifa, 1925 -1937
Haifa, 1925 -1937
Ehemalige Buchenwald-Häftlinge auf einem Schiff im Hafen von Haifa, 15. Juli 1945
8. Oktober 1947: Kranke jüdische Einwanderer werden von Bord des Schiffes „Jewish State“ gebracht, bevor das Schiff nach Zypern weitergeleitet wird.
Das Technion Baerwalds im Bau, Aufnahme von 1913.
Die Universität Haifa
Panorama Haifas mit Schrein des Bab, Dagonsilo und Hafen
Prophet-Elias-Kathedrale von Südwesten, 2011
Der Schrein des Bab (Bahai)
Dagonsilo von Klarwein, 1951–55
Teilansicht der Marinebasis Haifa Liegeplätze an der Außenmole
Haifa Hauptbahnhof – haSchmona
Matam hi-tech park
Das Technion – „Israels MIT
Das Internationale Archivgebäude mit Blick auf den Schrein des Bāb und den Hafen von Haifa.
Folk dancing in Dado Beach, Haifa 2015