Halle (Saale)


Halle (Saale), etwa vom Ende des 15. bis zum Ende des 17. Jahrhunderts Hall in Sachsen,[2] bis Anfang des 20. Jahrhunderts offiziell Halle an der Saale,[3][4] von 1965 bis 1995 Halle/Saale, ist eine kreisfreie Großstadt im Süden von Sachsen-Anhalt in Deutschland und mit 243.259 Einwohnern[5] (Stand 30. Juni 2022) die viertgrößte Stadt der neuen Bundesländer, größte Stadt Sachsen-Anhalts und stand 2020 auf der Liste der Großstädte in Deutschland auf Platz 31. In Halle befindet sich der Sitz der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina sowie der Kulturstiftung des Bundes, die für die Bundesrepublik Deutschland die Aufgaben der offiziellen internationalen Vertretung der nationalen Wissenschaft sowie der deutschen Kultur haben.

Die Stadt bildet gemeinsam mit der benachbarten Metropole Leipzig den Ballungsraum Leipzig-Halle, in dem mehr als eine Million Menschen leben, sowie mit Leipzig und fünf weiteren Städten in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen die Metropolregion Mitteldeutschland.[6] Halle ist eines der drei Oberzentren des Landes Sachsen-Anhalt, ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt sowie ein wichtiges Wissenschafts- und Wirtschaftszentrum in den ostdeutschen Bundesländern. Die Stadt liegt im so genannten Chemiedreieck zwischen Schkopau und Bitterfeld-Wolfen.

Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 806.[7] Mit den durch August Hermann Francke 1698 gegründeten Franckeschen Stiftungen gilt Halle als Ausgangspunkt der sozial-humanistischen Bildung in Deutschland. Halle ist die einzige deutsche Großstadt, die in der Zeit des Zweiten Weltkrieges mehr als 200.000 Einwohner hatte und nicht großflächig zerstört wurde, so dass ihr städtebaulich-denkmalpflegerischer Gesamtzustand unter den Großstädten als einzigartig gilt.[8]

In Halle befindet sich eine der ältesten Universitäten Deutschlands, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, sowie die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik Halle und die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Im Stadtgebiet befindet sich eine Vielzahl von bedeutenden kulturellen und musealen Einrichtungen, wie das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), das Händel-Geburtshaus und das Landesmuseum für Vorgeschichte mit der Himmelsscheibe von Nebra, die zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählt.

Halle liegt am Nordwestrand der Leipziger Tieflandsbucht, der größere Teil östlich der schiffbaren Saale, die sich hier in mehrere Arme teilt und eine breite Flussaue bildet, und unterhalb der Mündung der Weißen Elster.


Marktplatz mit Marktkirche, Händel-Denkmal, Rotem Turm und Roland davor. Die Marktkirche und der Rote Turm bilden zusammen das Wahrzeichen der Fünf Türme.
Löwengebäude der Martin-Luther-Universität
Blick zur Saale bei Kröllwitz, mit der aus einem Volkslied bekannten Gaststätte Krug zum grünen Kranze
Historische Grußkarte aus Halle von der Burg Giebichenstein aus gesehen
Klimadiagramm von Halle-Kröllwitz[10]
Übersichtskarte von Halle und Umgebung im Mittelalter (Hertzberg: Geschichte der Stadt Halle an der Saale von den Anfängen bis zur Neuzeit, Band 1, 1889)
Altes Rathaus Halle (1948 als Ruine abgerissen), mit Händel-Denkmal, Ansicht um 1905. Eine Initiative strebt den Rathauswiederaufbau an.
Marktplatz anno 1500, mit der Gertraudenkirche und der Marienkirche vor ihrem Abriss – Lithographie aus Hertzberg: Geschichte der Stadt Halle an der Saale von den Anfängen bis zur Neuzeit, Band 1, 1889
Neue Residenz um 1735
Halle Anfang des 18. Jahrhunderts auf einer Briefmarke der DDR von 1990
Kupferstich der Franckeschen Stiftungen (1749)
Roter Turm um 1824
Marktplatz von Halle mit den fünf Türmen um 1900
Die wiederhergestellte Giebichenstein-Saalebrücke wurde am 1. Mai 1948 dem Verkehr übergeben.
I. Arbeiterfestspiele 1959
Blick über den Marktplatz auf die Wohntürme von Halle-Neustadt
Briefmarke der Deutschen Post zum Jubiläum 2006
Bevölkerungsentwicklung von 1871 bis 2017
Zentrum von Halle-Neustadt, 2006
Ehemalige von den Halloren genutzte Saline (heute: Halloren- und Salinemuseum)
Moritzkirche, dreischiffige spätgotische Hallenkirche, erbaut 1388–1511
Aktuelle Sitzverteilung im
Stadtrat von Halle (Saale)
(Stand Juni 2021)
          
Insgesamt 56 Sitze
Stärkste Partei bei der Kommunalwahl 2019 nach Stadtteil:
  • CDU
  • AfD
  • Grüne
  • Linke
  • ohne eigenen Wahlbezirk
  • ThurnierBuch, 16. Jahrhundert
    Stadtflagge
    Stadttheater Halle (um 1905)
    Burg Giebichenstein
    Hallmarkt mit Marktkirche
    Rathenauplatz mit der Pauluskirche
    Einweihung des Kaiserdenkmals
    Blick zum Torturm des Halleschen Stadtgottesackers, 2007
    Händel-Denkmal vor Ratshof
    Marktplatz in Halle von den Hausmannstürmen der Marktkirche aus betrachtet. Hinten rechts befindet sich der Neue Ratshof
    Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
    Neue Residenz, Eingang zum Innenhof
    Hauptgebäude der Franckeschen Stiftungen
    Lichterspektakel an der Peißnitz während des Laternenfestes
    Logo der Hallischen Musiktage
    Lage von Halle
    Halle Hauptbahnhof, zwölfgleisiger Inselbahnhof
    Straßenverkehrsanbindung
    Die B 80 als Hochstraße im Stadtzentrum, links im Bild St. Franziskus und St. Elisabeth
    Ladenstraße unterhalb des Riebeckplatzes
    Die neue Berliner Brücke und Reste der historischen Brücke.
    Straßenbahn in Halle
    Innenansicht des Flughafens Leipzig-Halle
    Hafenbecken des Hafens Halle-Trotha im Winter mit geschlossener Eisdecke
    Gebäude des MDR
    Logo Radio Corax
    Halloren Schokoladenfabrik, Deutschlands älteste Schokoladenfabrik
    Logo der Stadt Halle (Saale)
    Universität Halle mit Löwe und Audimax
    Logo der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle
    Ehemaliges Leopoldina-Gebäude
    Neues Domizil der Leopoldina an der Moritzburg
    Nordbad
    Brücke auf die Rabeninsel
    Heinrich-Heine-Felsen am Riveufer
    Hans-Dietrich Genscher
    Georg Friedrich Händel