Hamilton (Ontario)


Hamilton [ˌhæməltən] ist eine Großstadt mit einer halben Million Einwohnern in der Provinz Ontario in Kanada. Sie liegt etwa 70 km südwestlich von Toronto am Westende des 19.011 km² großen Ontariosees.

Die Mohawk-Indianer waren die ersten Einwohner im Gebiet von Hamilton. Heute gibt es südlich von Hamilton in Richtung Brantford (Stadt des Indianerhäuptlings Joseph Brant) das größte kanadische Indianerreservat: Six Nations of the Grand River ‚Die sechs Nationen des großen Flusses‘.

Der erste Europäer an diesem Ort war 1616 Étienne Brûlé. Nach der amerikanischen Unabhängigkeit siedelten sich in dem Gebiet Großbritannien gegenüber loyale Bürger an. Im Krieg von 1812 zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien gab es eine Schlacht in der Hamiltoner Gemeinde Stoney Creek.

Der Zensus im Jahr 2016 ergab für die Stadt eine Bevölkerungszahl von 536.917 Einwohnern[1], nachdem die Einwohnerzahl im Jahr 2001 noch bei nur 331.100 Personen lag und dann nach der Eingemeindung von fünf Gemeinden bis 2011 auf 519.949 Einwohner[3] stieg. Im Jahr 2011 umfasste Hamilton zusammen mit den Umlandgemeinden Burlington und Grimsby 721.053 Einwohner.[4] Diese Zahl stieg bis zum Jahr 2016 auf 747.545 Einwohner.[2]

Laut Umfragen rechnet sich ein relevanter Anteil der Einwohner zur französisch sprechenden Minderheit der Franko-Ontarier.[1] Obwohl Ontario offiziell nicht zweisprachig ist, sind nach dem „French Language Services Act“ die Behörden hier verpflichtet ihre Dienstleistungen auch in französischer Sprache anzubieten.

Es gibt auch eine kleine deutschsprachige Gemeinde, mit einer Kirche, dem Germania Club, dem Schweizer Restaurant Züri, dem Restaurant Black Forest Inn und dem europäischen Markt Denningers. Die größte Einwanderungswelle von Deutsch-Kanadiern gab es zwischen 1946 und 1954.


Die Lloyd D. Jackson Square Shopping Mall in der Innenstadt
Webster's Falls am Spencer Gorge / Webster's Falls Conservation Area