Haris Seferović


Haris Seferović (* 22. Februar 1992 in Sursee) ist ein Schweizer Fussballspieler. Der Stürmer steht bei Benfica Lissabon unter Vertrag und spielt für die Schweizer Nationalmannschaft. Für die Saison 2022/23 wurde Seferović an Galatasaray Istanbul ausgeliehen.[2]

Nachdem er die Jugendmannschaften des FC Sursee und des FC Luzern durchlaufen hatte, schloss er sich 2007 der Nachwuchsabteilung des Grasshopper Club Zürich an. Im April 2009 debütierte er bei der 1:4-Niederlage bei Neuchâtel Xamax in der Axpo Super League, als er für António dos Santos in der 73. Spielminute eingewechselt wurde.

Kurz nach dem Gewinn des WM-Titels mit der Schweizer Nationalmannschaft der U-17-Junioren wurde er, zunächst zum Training, zur ersten Mannschaft des Grasshopper Club Zürich übernommen.[5] Anfang Februar 2010 unterschrieb er einen Vertrag über viereinhalb Jahre beim italienischen AC Florenz.[6]

Im August 2011 verpflichtete Neuchâtel Xamax Seferović für ein Jahr auf Leihbasis.[7] Am 4. Januar 2012, einen Tag vor dem Abflug ins Trainingslager, wurde Seferović zusammen mit seinen drei Mannschaftskameraden Javier Arizmendi, Vincent Bikana und Stéphane Besle fristlos entlassen. Die Kündigung wurde mit mangelnder sportlicher Leistungsfähigkeit begründet, wobei ein Zusammenhang mit Diskussionen über ausstehende Lohnzahlungen vermutet wird.[8] Nach seiner Entlassung bei Xamax ging Seferović zurück nach Florenz. Dort wurde er an US Lecce ausgeliehen. Am 29. Januar gab er beim 1:0-Sieg gegen Inter Mailand sein Debüt, als er in der 72. Minute für Luis Muriel eingewechselt wurde. Im Juli 2013 wechselte Seferović zu Real Sociedad San Sebastián und unterschrieb einen Vierjahresvertrag.

Am 1. August 2014 unterschrieb Seferović einen Dreijahresvertrag beim deutschen Bundesligisten Eintracht Frankfurt.[9] Bei seinem Debüt am 23. August 2014 (1. Spieltag) beim 1:0-Sieg im Heimspiel gegen den SC Freiburg erzielte er sein erstes Tor in der 15. Minute.

Am 30. November 2014 sorgte Seferović für Aufsehen, als er seinen 2:0-Siegtreffer gegen Borussia Dortmund der wenige Tage zuvor verstorbenen Tuğçe Albayrak widmete, indem er sein Trikot hochzog und ein T-Shirt mit der Aufschrift «Tugce = #Zivilcourage #Engel #Mut #Respekt» zeigte.[10] Im Gegensatz zur Regelung bei vergleichbaren Fällen entschied das DFB-Sportgericht, Seferović für seine Aktion nicht zu bestrafen.[11]