Harting (Unternehmen)


Die Harting Technologiegruppe ist ein weltweit tätiges Technologieunternehmen mit Stammsitz in Espelkamp im Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen). Die Firma gehört mit Phoenix Contact und Weidmüller zu den drei großen deutschen Steckerherstellern.[2]

Das Unternehmen wurde als „Wilhelm Harting Mechanische Werkstätten“ am 1. September 1945 von Wilhelm Harting und seiner Frau Marie im Ortsteil Dankersen der ostwestfälischen Stadt Minden in Nordrhein-Westfalen gegründet. 1950 erfolgte der Umzug ins benachbarte Espelkamp. Nach dem Tod von Wilhelm Harting 1962 übernahm seine Frau Marie Harting († 1989) die Führung des Unternehmens, seit 1967 beziehungsweise 1969 zusammen mit ihren Söhnen Dietmar Harting und Jürgen Harting († 1973). 1987 folgte der Eintritt von Dietmar Hartings Ehefrau Margrit Harting in die Geschäftsführung. Im Oktober 2015 übergab Dietmar Harting den Vorstandsvorsitz an seinen Sohn Philip Harting. Dessen Schwester Maresa Harting-Hertz ist im Vorstand für Finanzen und Einkauf verantwortlich.

In den frühen Nachkriegsjahren fertigte der Betrieb zunächst Haushaltsgegenstände wie Kochplatten, Bügel- und Waffeleisen, Sparlampen und Feueranzünder. Später kamen Phonoartikel (Musikboxen/Jukeboxen, Plattenspieler, Tonbandgeräte), medizinische Apparaturen, Zigarettenautomaten und Steckverbinder hinzu. Harting wurde Weltmarktführer[3] von Industriesteckverbindungen. Das Portfolio umfasst inzwischen vor allem industrielle Verbindungstechnik für die drei Lebensadern „Power“, „Signal“ und „Data“. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Applikationen, Einzel- und Komplettlösungen vor allem für die Märkte Maschinenbau, Transportation, Bühnen-, Rundfunk- und Veranstaltungstechnik, Windenergie, Verkehrs- und Automatisierungstechnik und den Automobilsektor und ist führender Partner und Treiber der vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0). Darüber hinaus stellt das Unternehmen Kassenzonen für den Einzelhandel, elektromagnetische Aktuatoren für den automotiven und industriellen Serieneinsatz sowie Hard- und Software für Anwendungen u. a. in der Automatisierungstechnik und der Robotik her.[4]

Wie seine deutschen Wettbewerber Phoenix Contact und Weidmüller ist auch Harting eins von 28 mittelständischen Kernunternehmen im BMBF-Spitzencluster „Intelligente technische Systeme (it’s OWL, etwa seit 2012)“.[5]


Vertriebsgebäude in Minden