Hausrat


Hausrat sind sämtliche, in einer Wohnung befindlichen und zur Hauswirtschaft und Lebensführung erforderlichen Gebrauchs- und Verbrauchsgüter von Privatpersonen.

Der Hausrat bildet einen wesentlichen Teil des Privatvermögens eines Privathaushalts. Deshalb befassen sich mit ihm mehrere Rechtsgebiete sowie die Versicherungswirtschaft in Form der Hausratversicherung. Die Abgrenzung zwischen Hausrat und sonstigen Gegenständen fällt nicht immer leicht, doch sowohl im Recht und bei Hausratversicherungen steht der Begriffsumfang fest. Dient beispielsweise der Personal Computer überwiegend oder ausschließlich der Berufsausübung (Arbeitszimmer), gehört er nicht zum Hausrat; wird er maßgeblich auch von anderen Familienmitgliedern genutzt, ist er Teil des Hausrats.

Zum Hausrat gehören versicherungsrechtlich unter anderem auch Markisen, vom Versicherungsnehmer als Mieter eingebrachte Sachen, Rasenmäher, Boote oder Arbeitsgeräte zur Berufsausübung.[1] Insbesondere bei Wertsachen wird die Hausratversicherung eine Selbstbeteiligung oder eine Haftungsgrenze festlegen.

Der Hausrat ist eine typische Sachgesamtheit, also mehrere selbständige bewegliche Sachen, die durch einen gemeinsamen wirtschaftlichen Zweck (Hauswirtschaft) verbunden sind, ihren Wert nur als Einheit entfalten können und die in der Verkehrsanschauung unter einem einheitlichen Begriff (Hausrat) zusammengefasst werden. Im Zivilrecht wird der Hausrat meist mit dem Rechtsbegriff Haushaltsgegenstand beschrieben.

Das Eherecht sieht in § 1361a Abs. 1 BGB vor, dass bei Getrenntlebenden jeder von ihnen die ihm gehörenden Haushaltsgegenstände vom anderen Ehegatten heraus verlangen darf. Er ist jedoch verpflichtet, sie dem anderen Ehegatten zum Gebrauch zu überlassen, soweit dieser sie zur Führung eines abgesonderten Haushalts benötigt und die Überlassung nach den Umständen des Falles der Billigkeit entspricht. Haushaltsgegenstände im Sinne dieser Vorschrift sind bewegliche Sachen, die nach dem Lebenszuschnitt der Ehegatten für Ehewohnung, Hauswirtschaft und Familienleben bestimmt sind.[2] Das Kraftfahrzeug gehört zum Hausrat, wenn es als Familienauto überwiegend der ganzen Familie dient und nicht nur einem Ehegatten zur Verfügung steht.[3] Ein Ehegatte kann nach § 1369 Abs. 1 BGB über ihm gehörende Gegenstände des ehelichen Haushalts nur verfügen und sich zu einer solchen Verfügung auch nur verpflichten, wenn der andere Ehegatte einwilligt.

Kein Hausrat sind wesentliche Bestandteile des Gebäudes oder Grundstücks (§ 94 BGB) sowie bewegliche Sachen, die zum persönlichen Gebrauch eines Familienmitglieds bestimmt sind, dem Beruf eines Ehegatten dienen oder lediglich eine Kapitalanlage darstellen.[4] Nach diesem Urteil gehört verteilbarer Hausrat nicht zum Zugewinnausgleich.