Hebamme


Hebamme (laut Duden [ˈheːp-amə, ˈheːbamə]; von althochdeutsch hev(i)anna „Ahnin/Großmutter, die das Neugeborene aufhebt/hält“; Silbentrennung Heb-amme), fachsprachlich auch Obstetrix (von lateinisch obstare „beistehen“) und früher auch Wehmutter, ist die Berufsbezeichnung für nichtärztliche Personen, die während der Schwangerschaft, der Geburt, während des Wochenbetts und auch noch später, die Schwangeren oder Wöchnerinnen beraten und betreuen. In Deutschland führten männliche Hebammen bis zur Reform des Hebammengesetzes Ende 2019 die Berufsbezeichnung Entbindungspfleger.

Die Tätigkeit einer Hebamme wird als einer der ältesten Frauenberufe angesehen.[1] Tempelmalereien von der Drillingsgeburt der Pharaonenkinder des ägyptischen Sonnengottes Re aus dem dritten Jahrtausend vor Christus sind eines der ältesten Zeugnisse der Hebammenkunst.

Am Anfang der Erzählung über den Auszug der Israeliten aus Ägypten in das den Erzeltern durch den Gott Jehowáh versprochene Land Kanaan heißt es im 2. Buch Mose:

„Und Gott tat den Hebammen Gutes; und das Volk mehrte sich und wurde sehr stark. Und es geschah, weil die Hebammen Gott fürchteten, so machte er ihnen Häuser.“


Abbildung aus Kapitel 4: Eine Gebärende in einem Geburtsstuhl.
Briefmarke der Serie Helfer der Menschheit (1956)