Herboldshauser Bach


Der Herboldshauser Bach ist ein Bach im nordöstlichen Baden-Württemberg im Landkreis Schwäbisch Hall, der im Gebiet der Kleinstadt Kirchberg an der Jagst und an dessen Rand liegt. Er ist nicht ganz 4 km lang, fließt etwas nordostwärts und mündet an der zum Weiler Lobenhausen gehörenden Lobenhauser Mühle der Stadt von links in den dortigen Mühlkanal neben der mittleren Jagst.

Der Herboldshauser Bach entsteht auf knapp 424 m ü. NHN in einer weniger als einen halben Quadratkilometer großen Waldinsel an der Stadtgrenze von Crailsheim zu Kirchberg an der Jagst nahe der waldquerenden Trasse der K 2500 vom Crailsheimer Weiler Saurach im Süden zum Kirchberger Weiler Herboldshausen im Norden. Auf dem ersten Drittel seines Laufes zieht der Bach ungefähr nordwärts, bald außerhalb des Waldes zwischen Feldern. Zusammen mit der Kreisstraße unterquert der Bach die Bundesautobahn 6 und läuft dann am Westrand des Wiesen-Weichbildes um Herboldshausen. Am ehemaligen Wasserschloss fließt mit dem Greutbach von rechts der erste größere Zufluss zu, der an der Autobahn entsteht und zuvor den Weiler durchzieht. Etwa zweihundert Meter weiter folgt der Wüstenbach, der aus dem Westen kommt.

Dort knickt der Lauf nach Nordosten ab und unterquert zum zweitenmal nach der Autobahn-Unterführung die K 2500, von der eine dem Bach nun folgende Verbindungsstraße nach Lobenhausen abzweigt. An den Grund des sich nunmehr stärker einkerbenden Tals treten die Waldinseln Hochholz links und Großes Weilersholz rechts nahe heran. Nahe einem aufgelassenen und verwachsenen alten Muschelkalkbruch wird das Tal zur walderfüllten kleinen Klinge, in der zum Schutz der dicht am Wasser laufenden Straße große eingebrachte Kalkblöcke das linke Ufer schützen. Dieser Klingenabschnitt, auf dem Crailsheimer Gebiet von Südosten her teilweise bis einige Schritt über den Bachlauf hinwegreicht, endet nach einem guten halben Kilometer, nicht etwa an der Bachmündung, sondern am Rand der vom Fluss verlassenen Lobenhauser Jagstschlinge um den namengebenden Kirchberger Weiler.

In dieser fließt er galeriebegleitet zunächst flacher, nimmt bald von Lobenhausen her auf unter 377 m ü. NHN in der Schlingenmitte einen kleinen Zulauf auf und berührt fast den Westrand des Weilers. Auf seinem nun nurmehr noch gut einen halben Kilometer langen Restlauf, der teils von Röhrichtstreifen besäumt ist, steigt die L 1041 Crailsheim–Kirchberg mit ihm ins Tal ab. An dessen Rand an der Lobenhauser Mühle des Weilers mündet er schließlich nach einem insgesamt 3,8 km langen, mit mittlerem Sohlgefälle von etwa 2,1 ‰ durchlaufenen Weg in den Mühlkanal links der mittleren Jagst.