Hochkirchen


Hochkirchen ist ein Ortsteil der Gemeinde Nörvenich im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen. Der ländlich geprägte Ortsteil hat etwa 430 Bewohner.

Das Dorf liegt unmittelbar östlich der Bundesstraße 477 und 1 km südlich vom Hauptort Nörvenich. Durch den Ort fließt der Neffelbach. Hochkirchen grenzt mit seiner Gemarkung im Süden an Eggersheim, in den anderen Himmelsrichtung an Dorweiler, Nörvenich und Irresheim.

Die schon in einem Steinfelder Lagerbuch im Jahre 1477 mit „herwech“, „herweeg“ und „herstraesse“ bezeichnete heutige Bundesstraße 477 ist von den Römern als Militär- und Handelsstraße angelegt worden und diente als Verbindung von Neuss nach Zülpich (Römerstraße Trier–Neuss).

Das steil aufragende Ufer des Neffelbaches westlich des Dorfes hat früher dem Weinbau gedient, der in vielen Gemarkungen am Bachlauf nachweisbar ist.[2]

Die Kirche St. Viktor stand schon in den 1890er Jahren im Mittelpunkt archäologischen Interesses. Damals durchgeführte Grabungen, die von dem Historiker August Schoop dokumentiert wurden.[3] und die jüngsten Forschungsergebnisse in den Jahren 1980/81, die auf dem aufgelassenen Kirchhof und unter der mittelalterlichen Dorfkirche stattfanden, belegten eine römische und fränkische Vergangenheit des Ortes.[4]

Ziel der Grabung war – mit der Durchführung wurde Wilfried Maria Koch beauftragt – Gewissheit über eine vermutete Siedlungskontinuität an diesem Platz zu erhalten, die mit ihrem Ergebnis die Erwartungen noch übertraf. So konnten nicht nur Mauern aus römischer Zeit freigelegt werden, sondern es ergab sich anhand einer Vielfalt von Artefakten ein Bild, welches auf ein reges Leben auf der Anhöhe über der vorbeiführenden römischen Heerstraße (heute Bundesstraße 477) schließen ließ.


St. Viktor mit Pfarrhaus und Unterdorf
Zugang des Untergrundes durch eine eingelassene Steinplatte
Das Totenbrett aus Hochkirchen
Maibaum 2013
Das Mahnmal
Die ehemalige Schule Hochkirchen 2005