I. Armee-Korps (Preußen)


Das I. Armee-Korps war ein Großverband der Preußischen Armee, der vom Generalkommando in Königsberg geführt wurde.

Das Korps war bis zum Ersten Weltkrieg der I. Armee-Inspektion zugeordnet. Nach der Mobilmachung trat es zur 8. Armee und kam an der Ostfront zum Einsatz.

Im Krieg gegen Frankreich 1870/71 diente das Korps unter General Edwin von Manteuffel hinter den aufmarschierenden Armeen als Reserve, es wurde erst nach dem Freiwerden der Eisenbahnlinie an den westlichen Kriegsschauplatz nach Lothringen transportiert. Die 1. Division führte Generalleutnant von Bentheim und die 2. Division stand unter General von Pritzelwitz. Während der Schlacht bei Colombey am 14. August griff das Korps mit der 1. Division gegenüber der französischen Division Grenier zwischen Montoy und Noisseville in die Schlacht ein. Beim französischen Ausfall aus der Festung Metz am östlichen Ufer der Mosel, versuchte General von Manteuffel durch seine Korpsartillerie die Stellungen am Vallieres-Bach zu halten. Um 17 Uhr wurde Montoy erobert, das Infanterie-Regiment Nr. 43 unter Oberst von Bosse stürmte das Dorf Lauvallier nach schweren Verlusten. Zwar drangen sie bis Mey vor, mussten aber vor den französischen Verstärkungen wieder auf Montoy zurückweichen, wo ein dreimaliger Angriff unter großem Verlust abgeschlagen wurde. Die Lage der preußischen 2. Division am rechten Flügel um Nouilly war derweil bedenklich geworden. Die bedrängte 3. Brigade des Generals von Memerty wurde endlich nach dem Auffahren von 90 Geschützen zwischen Servigny und bis Noiseville entlastet.[4]


Sämtliche Fahnen der Garnison Königsberg
Truppen des I. Armee-Korps beim Kaisermanöver 1910
Edwin von Manteuffel
Hermann von François