Jagstheim


Das Dorf Jagstheim liegt etwa 5 Kilometer südlich der Stadt Crailsheim an der namensgebenden Jagst. Diese durchfließt das Gebiet der ehemaligen Gemeinde von Süd nach Nord, in sie münden im Stadtteil nacheinander von Osten der Degenbach, der kurz zuvor den etwa 6 ha großen Stausee Degenbachsee durchläuft, von Westen die Speltach und von Nordwesten die Maulach. Im Süden Jagstheims endet der hohenlohisch-fränkische Sprachraum.

Zum Stadtteil Jagstheim gehören außer dem namengebenden Dorf links der Jagst und südlich der Speltach auch der auf fast gleiche Fläche angewachsene Wohnplatz Burgberg nahe dem Ostufer der Jagst, die Weiler Alexandersreut knapp 3 km ostnordöstlich der Dorfmitte im unteren Degenbachtal sowie Eichelberg gut 1,5 km im Südosten auf dem linken Mündungssporn des Degenbachs, ferner die Höfe Stöckenhof knapp 2 km im Norden links von Jagst und mündenden Maulach sowie Kaihof auf einem Bergrücken weniger als 1,5 km im Ostnordosten nahe bei Burgberg, dazu ohne Ortsteilstatus die Siedlungsplätze Wiesmühle knapp 1 km am linken und Jakobsburg etwas über 1 km entfernt am rechten Jagstufer.

An den Stadtteil Jagstheim grenzen die anderen Crailsheimer Stadtteile Onolzheim mit dem gleichnamigen Dorf im Nordwesten und Norden, Crailsheim im Norden und Nordosten mit darin als nächstem größeren Ort dem Dorf Ingersheim sowie Westgartshausen mit dem nächsten Weiler Wittau darin im Nordosten. An die Stadtteilgemarkung grenzt im Osten Gebiet der Nachbargemeinde Stimpfach um dessen Dorf Weipertshofen, im Süden und Westen solches der Nachbargemeinde Frankenhardt mit den nahen Weilern Steinbach an der Jagst, Bechhof und zuletzt Unterspeltach.

Jagstheim ist vermutlich eine frühe fränkische Siedlungsgründung aus dem 6. oder 7. Jahrhundert. Der Ort ist aus den beiden Siedlungen Jagstheim und Ganshofen entstanden, die im Laufe der Zeit zusammengewachsen sind. Ganshofen wurde erstmals 1183 urkundlich erwähnt, Jagstheim etwas später im Jahr 1212 als Iagesheim.[1]

Die erste Erwähnung des Ortsadeligen „Helpf Jagstheim“ findet 1383 statt. Am 1. März 1972 erfolgte die Eingemeindung nach Crailsheim.[2]

In Jagstheim befinden sich drei Kirchen: Die evangelische Nikolauskirche der Kirchengemeinde Jagstheim, die sich auf einem Hügel innerhalb des Ortes erhebt und ein Grabmal sowie Gedenkplatten enthält. Neben der evangelischen Nikolauskirche existiert noch die zur katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius Crailsheim gehörige Kirche Peter und Paul in der Burgbergsiedlung sowie die neuapostolische Kirche.


Nikolauskirche Jagstheim