Einlage (Bilanzrecht)


Unter Einlage versteht man die Überführung aus dem Privatvermögen eines Unternehmers in sein Einzelunternehmen oder die Übertragung aus dem Privatvermögen eines Gesellschafters in das Vermögen der Gesellschaft. Dadurch erhöht sich das Eigenkapital des Unternehmens bzw. der Gesellschaft. Bei Personengesellschaften und Einzelunternehmen bezeichnet man die Einlage auch als Privateinlage. Gegensatz ist die Entnahme.

Üblicherweise verpflichten sich die Gesellschafter im Gesellschaftsvertrag, anlässlich der Gründung der Gesellschaft eine bestimmte Einlage zu leisten, um die Gesellschaft mit dem notwendigen Eigenkapital auszustatten. Spätere Einlagen können aufgrund gesellschaftsvertraglicher Verpflichtung (Nachschusspflicht), aufgrund Vereinbarung der Gesellschafter (Gesellschafterbeschluss) oder spontan erfolgen. Für Personengesellschaften ist eine Mindestausstattung mit Eigenkapital nicht vorgesehen, sodass sie kein festes Eigenkapital in dem Sinn des Stammkapitals oder des Grundkapitals besitzen. Der Grund ist, dass mindestens ein Gesellschafter auch unbegrenzt mit seinem Privatvermögen für Gesellschaftsschulden haftet. Bei Kapitalgesellschaften hingegen ist die Haftung meistens auf das vorhandene Eigenkapital beschränkt, sodass sich der Gesetzgeber veranlasst sah, eine Mindestausstattung vorzuschreiben.

Einlagen können auf verschiedene Weise einer Gesellschaft bzw. einem Einzelunternehmen zur Verfügung gestellt werden. Sie können als Bareinlage, Sacheinlage, Nutzungsüberlassung oder Dienstleistung erbracht werden.