Krosno


Krosno ist eine kreisfreie Stadt im Südosten Polens in der Woiwodschaft Karpatenvorland. Die Stadt hat 46.369 Einwohner und in dem funktionellen Stadtgebiet leben ca. 115.000 Menschen.

Krosno liegt im Süden der Woiwodschaft Karpatenvorland am Fluss Wisłok. Die Grenze zur Slowakei verläuft etwa 40 Kilometer südlich, die zur Ukraine etwa 85 Kilometer östlich der Stadt.

Nachbargemeinden Krosnos sind Korczyna im Nordosten, Krościenko Wyżne im Osten, Miejsce Piastowe im Südosten, Chorkówka im Südwesten, Jedlicze im Westen, sowie Wojaszówka im Nordwesten.

Bereits 1600 bis 1400 v. Chr. gab es an der Stelle des heutigen Krosno eine Siedlung der frühen Bronzezeit. Später, etwa im 2. Jahrhundert v. Chr. während der La-Tène-Zeit siedelten die Kelten auf dem Gelände der heutigen Stadt. Ab dem 10. Jahrhundert ließen sich die Slawen dauerhaft hier nieder.

Angeblich wurde im Jahr 1282 Krosno vom Krakauer Fürsten Leszek Czarny als eines der Besitztümer des Bistums Lebus erwähnt. Bereits zu dieser Zeit bestand eine hölzerne Abwasserleitung, die in den Fluss Wisłok mündete. Die Abwasserleitung ist damit nach der in Posen die zweitälteste Polens. Jedoch wurde die Erwähnung im Jahr 1282 als Krossen von einigen Historikern, z. B. J. Matuszewski, in Frage gestellt, der glaubte, dass sie eine Fälschung wäre.[2] Derentwegen ist die staatliche Zugehörigkeit von Krosno in dieser Zeit unklar, aber die polnisch-ruthenische Grenze verlief am wahrscheinlichsten westlich von Krosno. Mit der Ausweitung Polens nach Galizien durch Kasimir den Großen wurde Krosno Teil des Königreichs. Die erste zuverlässige Erwähnung von Crosno stammt aus dem Jahr 1358 (Abschrift: 1524).[2][3] Der Name der Stadt ist wahrscheinlich topographisch und bezeichnet unebenes, hügeliges Land.[4]

Um 1300 wurde der erste Sakralbau errichtet. 1342 wurde eine Pfarrei gegründet und mit dem Bau der Pfarrkirche begonnen. Etwa in diese Zeit fällt auch die Vergabe des Stadtrechts durch Kasimir den Großen nach Magdeburger Recht. Nach Adam Fastnacht wurde die Stadt auf dem Grund der vier älteren ethnisch polnischen Dörfer gegründet: Białobrzegi, Krościenko Niżne, Suchodół und Głowienka.[2] 1367 gab es den ersten Hinweis auf die Errichtung einer Stadtbefestigung. Ebenfalls im 14. Jahrhundert wurde das erste Rathaus erbaut. In dieser Zeit bildeten zugewanderte deutsche Siedler großen Teil der Einwohnerschaft (sowie um die Stadt entstand eine walddeutsche Sprachinsel, u. a. Korczyna, Kombornia, Krościenko Niżne, Krościenko Wyżne, Haczów). Im Jahr 1459 wurde die Stadt auf deutsch Stat Crossen… Crosse erwähnt.[4]


Krosno im 19. Jahrhundert
„Karpackie Klimaty“ Glas in Krosno. Die Vorkarpatische Dreistadt (Sanok-Krosno-Jasło)