Machov


Machov (deutsch Machau) ist ein Marktflecken in Tschechien. Er liegt elf Kilometer nordöstlich von Náchod und gehört zum Okres Náchod. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 liegt er an der Grenze zu Polen.

Machov befindet sich zwischen dem Falkengebirge und dem Heuscheuergebirge im Tal des Flusses Židovka. Nordöstlich erhebt sich der Signál (708 m). Östlich von Machov befinden sich der touristische Grenzübergang Machovská Lhota – Ostra Góra sowie der Wanderübergang Machovský kříž – Pasterska Góra. Jenseits der Grenze zu Polen liegen im Osten die Kleine Heuscheuer (Szczeliniec Mały, 895 m) und die Große Heuscheuer (Szczeliniec Wielki, 919 m) und südöstlich das Felsgebiet Wilde Löcher (Błędne Skały, 852 m).

Nachbarorte sind Bělý (Bieley) im Norden, Řeřišný (Brunnkress) und Božanov (Barzdorf) im Nordosten, Pasterka (Passendorf) im Osten, Machovská Lhota (Lhota Möhlten) und Ostra Góra (Nauseney) im Südosten, Bukowina Kłodzka (Bukowine), Pstrążna (Straußeney) und Závrchy im Süden, Sedmákovice und Vysoká Srbská (Hochsichel) im Südwesten, Nízká Srbská (Niedersichel) im Westen sowie Bezděkov nad Metují (Bösig an der Mettau) im Nordwesten.

Machov wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet. Es gehörte zum altböhmischen Kreis Königgrätz und war im Besitz der Vladiken des Adersbacher Zweiges der Berka von Dubá. Es bildete den Mittelpunkt einer Herrschaft, zu der neben Machau auch Tscherbeney sowie die Enklaven Zbečník (Sbetschnik) und Rokytník (Roketnik) gehörten.[3]

Die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1354, als der Pfarrer von Machau den Pfarrer der Nachbarpfarrei Tscherbeney in sein Amt einführte. Deshalb ist für dieses Jahr die Existenz eines Pfarrsprengels, das zum ostböhmischen Dekanat Dobruška gehörte, sowie einer Holzkirche überliefert. 1405[4] gelangte Machau an die Herrschaft Nachod, wobei die Grenze zu den Besitzungen des Benediktinerklosters in Police nad Metují die Židovka bildete, die im Jahre 1213 als Stekelnice und 1254 als flumen Zürbcsca bzw. Srpská und deutsch Sichler Bach bezeichnet wurde[5]. Während es vor den Hussitenkriegen als Dorf bezeichnet wurde, ist für das Jahr 1465 die Bezeichnung „oppidum“ (Städtchen) belegt. Durch seine geographische Lage und die gemeinsame Zugehörigkeit zur Herrschaft Nachod hatte Machov starke wirtschaftliche und familiäre Beziehungen zum Böhmischen Winkel. Nachdem dieser 1477 durch Herzog Heinrich d. Ä. in die benachbarte Herrschaft Hummel eingegliedert wurde, die er im selben Jahr in seine Grafschaft Glatz inkorporierte, grenzte Machau nun an diese.


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