Magdeburger Dom


Der Magdeburger Dom (offizieller Name Dom zu Magdeburg St. Mauritius und Katharina) ist Predigtkirche des Landesbischofs der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, evangelische Pfarrkirche und zugleich das Wahrzeichen der Stadt.

Der Dom ist die erste von Anfang an gotisch konzipierte und die am frühesten fertiggestellte Kathedrale der Gotik auf deutschem Boden. Er wurde ab 1207 oder 1209 als Kathedrale des Erzbistums Magdeburg gebaut, im Jahr 1363 geweiht und 1520 fertiggestellt. Der Dom ist Grabkirche Ottos des Großen und seiner ersten Gemahlin Editha.

Nach schweren Beschädigungen durch alliierte Luftangriffe auf Magdeburg 1944/1945 und Restaurierung nach dem Krieg konnte der Dom 1955 wieder eröffnet werden.

Der Dom befindet sich im Eigentum der 1994 vom Land Sachsen-Anhalt gegründeten Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt.

Der Magdeburger Dom ist eine dreischiffige Kreuzbasilika mit Umgangschor. Er besteht aus Sandstein.[1] Gegenüber den meisten derartigen Bauwerken weist er einige Besonderheiten auf:

Bauwerk und archäologische Befunde geben Hinweise auf mehrere schon in den ersten Jahren und Jahrzehnten der Bauzeit vollzogene Planänderungen:


Der Magdeburger Dom von Süden im Luftbild
Der Dom aufgenommen von der neuen Strombrücke
Das Mittelschiff nach Westen
Querschnitt des Chors mit Umgang und Empore
Grundriss
Wasserspeier
Die verschiedenen Stadien des Gebäudes
Urkunde Ottos I. vom 21. September 937 zur Gründung und Dotierung des Mauritiusklosters[8]
Kapellen am Chorumgang und Chorempore mit frühgotischen Fenstern; unvollendete Flankentürme an den Querhausarmen
Südseite des Chors, über rechteckigen Grundrissen vierteilige Rippengewölbe im Umgang, sechsteilige über der Empore
Riss zwischen Nordturm und Turmzwischenbau.
Als M. Merian d. J. diesen Stich 1665 veröffentlichte, stand infolge der „Magdeburger Hochzeit“ von Magdeburg kaum noch mehr als der Dom; darum der Titelzusatz „in flore“ (d. h. „in Trauer“)
Domplatz um 1770:[22] Chorumgang noch mit Querdächern, Querhaus-Flankenturm noch mit Aufsatz, Giebel zwischen den Türmen deutlich niedriger als in Wirklichkeit dargestellt. Die große Schallöffnung in der Ostseite des Nordturms in Höhe des Mittelschiffdachs existierte nie.
Einige Gitter der ehemaligen Dampfheizung (Nordseite nahe der Orgelempore)
Bombentreffer in der Westfassade vom 17. Februar oder 2. März 1945
Kriegsschäden 1948: Loch im Gewölbe des Südseitenschiffs, viele Fenster zerstört, Reste der Röver-Orgel auf der Westempore
Restaurierungsarbeiten 1954
Nordansicht des Doms 2022 – morgens um 7°° noch ohne Wasserspiele
Neues Pflastermosaik vor dem Westportal und rote Vermessungsmarke (56,89 m ü. NN) am Sockel des Nordturms
Marienkapelle der Domklausur
Spätrenaissance-Kanzel aus Alabaster von Christoph Kapup
Spätrenaissance-Kanzel aus Alabaster von Christoph Kapup
Spätrenaissance-Kanzel aus Alabaster
von Christoph Kapup
Drei der fünf klugen Jungfrauen, freudig
Drei der fünf klugen
Jungfrauen
, freudig
Drei der fünf törichten Jungfrauen, traurig
Drei der fünf törichten
Jungfrauen
, traurig
Herrscherpaar, wohl Otto I. und Edgitha von Wessex
Paradieskapitell, Nordseite des Chorumgangs, von links: Adam (nackt), Eva, Schlange (Kopf aus Pflanze), Gottvater (bärtig), ein weiterer Kopf
Blick auf die Hauptorgel
Die reparierte Dominica, seit 2019 im nördlichen Seitenschiff ausgestellt, hat nun wieder sechs Kronenhenkel.
Nordturm mit der Schelle im Oktogon
Die „Amemus“ steht seit Oktober 2022 im nördlichen Seitenschiff neben der „Dominica“.
Uhr im Giebel der Westfassade