Malé Svatoňovice


Malé Svatoňovice (deutsch Klein Schwadowitz) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt 11 Kilometer östlich von Trutnov und gehört zum Okres Trutnov.

Malé Svatoňovice befindet sich am Fuße des Habichtsgebirges am Übergang zur Hertiner Furche (Rtyňská brázda). Im Ort entspringt der Bach Lesní potok. Nördlich erhebt sich der Žaltman (739 m) und im Osten der Kolčarka (691 m). Über das Habichtsgebirge ziehen sich Bunkerlinien des Tschechoslowakischen Walls.

Nachbarorte sind Přední Hory und Radvanice im Norden, Horní Vernéřovice im Nordosten, Petrovice und Strážkovice im Osten, Rtyně v Podkrkonoší im Südosten, Batňovice im Süden, Úpice im Südwesten sowie Velké Svatoňovice im Westen.

Svatoňovice gehörte zur Herrschaft Vízmburk und gelangte zusammen mit dieser 1519 an die Herrschaft Nachod. Über den ersten Steinkohlenfund im Habichtsgebirge, der 1590 bei Markausch erfolgte, berichtete der Trautenauer Chronist Simon Hüttel.

Der Bauer Wenzel Schreiber brachte am 27. Oktober 1715 nordwestlich des heutigen Ortes bei einem von sieben Quellen gespeisten Brunnen am Rande des Habichtsgebirges eine hölzerne Marienfigur mit Christkind an einem toten Kirschbaum an. Nachdem ein Jahr später der seit 1709 erfrorene und verdorrte Baum wieder ausschlug und an sieben Zweigen Früchte trug, wurde der Brunnen als wundertätig verehrt und von Kranken aufgesucht, die die Jungfrau Maria um Erlösung von ihren Leiden baten. 1731 erfolgte eine Ausmauerung des Brunnens und daneben ließ Herzogin Anna Maria Viktoria Piccolomini, geborene Kolowrat, die für ihren Sohn Giovanni Venceslao Piccolomini die Regentschaft ausübte, an der Stelle einer hölzernen Kapelle eine Wallfahrtskirche errichten. Zugleich wurde eine Wasserheilanstalt gegründet. Seit dieser Zeit wurde Svatoňovice zu einem bedeutsamen Marienwallfahrtsort.

1736 veröffentlichte der Nachoder Rentmeister David Antonín Nývlt eine Schrift über den Wallfahrtsort und die Wirkung seiner Heilquellen. Sie erschien in deutscher Fassung in einem Glatzer Verlag und zugleich in tschechischer Sprache in Prag.


die Wallfahrtskirche auf dem Hauptplatz
Kreuzweg im Mariengarten
Statuen der Gebrüder Čapek