Marseille


Marseille [maʁˈsɛj] ist eine französische Großstadt mit 919.305 Einwohnern (1. Januar 2019) und die zweitgrößte Stadt Frankreichs. Sie ist die Hauptstadt des Départements Bouches-du-Rhône und der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Marseille ist die älteste Stadt Frankreichs, ihre Einwohner nennen sich Marseillais [maʁ.sɛ.ˈjɛ].

Neben Aix-en-Provence ist Marseille eine der beiden Kernstädte der Métropole d’Aix-Marseille-Provence mit rund 1,9 Millionen Einwohnern. Die Metropolregion zählt nach der Definition von Eurostat rund 3,05 Millionen Einwohner (2015).[1]

Marseille liegt zwischen 0 und 652 m (12 m am offiziellen Zentrum Noailles) hoch. Das 240 Quadratkilometer umfassende Stadtgebiet (mehr als doppelt so groß wie Paris) umfasst neben dem bebauten Gebiet auch weite Naturflächen, vor allem Gebirge. Die Stadt wird im Westen begrenzt durch das Mittelmeer, im Norden durch die Gebirge Chaîne de l’Estaque und Chaîne de l’Etoile (mit dem Gipfel des l’Etoile als höchstem Punkt der Stadt), im Osten vom Garlaban-Massiv, im Südosten vom Saint-Cyr-Massiv und im Süden, dem Massif des Calanques wiederum am Mittelmeer.

Durch die Lage herrscht in Marseille ein mediterranes Klima, das sehr sonnenreich und regenarm ist. Grund dafür sind auch die oft starken Winde, vor allem der Mistral, weshalb das Klima trotz der südlichen Lage manchmal rau sein kann.

Der antiken Legende nach entstand die Stadt, als griechische Seefahrer aus Phokaia die Mittelmeerküste erkundeten. Sie landeten demnach an dem Tag an der Küste des heutigen Marseille, als ein keltischer König namens Nann einen Gatten für seine Tochter Gyptis suchte. Gyptis sollte unter allen versammelten jungen Männern demjenigen einen Kelch reichen, den sie zu heiraten wünschte. Überraschenderweise war es Protis, der Anführer der Neuankömmlinge, dem sie das Gefäß übergab. Die beiden heirateten, und Griechen und Kelten gründeten gemeinsam die Siedlung Massalia.[2][3]

Griechische Seehändler aus Phokaia in Kleinasien besuchten im 7. Jahrhundert v. Chr. regelmäßig die Südküste Frankreichs nahe der Mündung der Rhone, um mit den ligurischen Stämmen Handel zu treiben. Vor allem Zinn, als Bestandteil der Bronze, war bei den Griechen begehrt. Im Gegenzug fanden feine Töpferwaren und Schmuck den Weg in die Häuser der lokalen Fürsten. An der schroffen und felsigen Küste waren geschützte Landeplätze rar, so steuerte man den natürlichen Hafen des heutigen Marseille an, wo die Galeeren vor Wind und Wellen geschützt waren.


Marseille im Jahr 1575
Historische Karte von Marseille, Jahr 1888
Drachme aus Massalia, Kopf der Artemis, nach 200 v. Chr. geprägt
Rückseite der Drachme, Löwe und Schrift
Obligation der Stadt Marseille vom 20. Juli 1894, Blankette
Notre-Dame De La Garde
Bekanntmachungen vom 4. Januar 1943 des Kommandanten über den Belagerungszustand
Zerstörung des alten Hafenviertels 1943
Der alte Hafen von Marseille, 2011
Cathédrale La Major
Das alte Rathaus von Marseille
Notre-Dame de la Garde
Alter Hafen mit Blick auf Notre-Dame de la Garde
Der Alte Hafen von Marseille vom Quai du Port, der Panier-Seite aus fotografiert
Die Ost-Fassade der Cité Radieuse von Le Corbusier
Die Allee mit dem Chateau Borely in gleichnamigem Park
Panoramablick auf Marseille, von Notre Dame de la Garde aus gesehen
Stade Vélodrome von Notre Dame de la Garde (2016)
Stade Vélodrome vor dem Umbau
TGV-Triebzug im Hauptbahnhof Saint-Charles
Die Große Freitreppe zum Bahnhof Saint-Charles
Metro- und Straßenbahnnetz
Video der Straßenbahn der Linie 2 in Marseille