Medlov


Medlov (deutsch Mödlau) ist eine Minderstadt in Tschechien. Sie liegt sechs Kilometer nördlich von Pohořelice (Pohrlitz) und gehört zum Okres Brno-venkov (Bezirk Brünn-Land). Die Stadt war ursprünglich als ein Längsdreieckangerdorf angelegt.

Medlov befindet sich in der Thaya-Schwarza-Talsenke am linken Ufer der Jihlava (Igel) auf dem Gebiet des Naturparkes Niva Jihlavy. Östlich führt die Schnellstraße R 52/E 461 vorbei, zu der keine direkte Anbindung besteht.

Nachbarorte sind Bratčice (Bratschitz) im Norden, Sobotovice (Sobotowitz) und Ledce (Laatz) im Nordosten, Hrušovany u Brna (Rohrbach) im Osten, Unkovice (Hunkowitz) und Žabčice (Schabschitz) im Südosten, Smolín und Odrovice (Odrowitz) im Süden, Malešovice (Malspitz) im Südwesten, Jezeřany-Maršovice im Westen sowie Kupařovice (Kuprowitz) und Němčičky (Klein Niemtschitz) im Nordwesten.

Die erste schriftliche Erwähnung von Medlov erfolgte in einer auf 1173 datierten Urkunde, die eine mittelalterliche Fälschung ist. Im Jahre 1203 wurde der Ort als Namenszusatz des Stepan de Medlov genannt, sein Sohn Adalbertus de Medlov trug später auch das Prädikat von Pernstein und seit dem 14. Jahrhundert verwendete das Geschlecht den Zusatz de Medlov nicht mehr. 1235 wurde eine Kirche und Pfarre errichtet. Medlov war zwischen mehreren Besitzer aufgeteilt. Neben dem geistlichen Besitz bestanden noch der Freihof mit der seit 1358 nachweislichen Feste und die Freimühle. Im Jahre 1447 gehörte der Ort zum Kloster Rosa Coeli. Später wurde Mödlau ein Teil der Herrschaft Seelowitz. Des Weiteren wurden Erdställe entdeckt, die aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammen. Im Laufe des 16. Jahrhunderts kamen Angehörige der radikal-reformatorischen Täuferbewegung in den Ort.